Die Selbsteinschätzung der Sanitätshäuser zu ihrer Marktpräsenz

Selbsteinschätzung, Medupha Healthcare-Research, Geschäftsführer
Foto: Fotolia
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(12/2017) Medupha Healthcare-Research befragte zwischen Juli und August 2017 im Auftrag des Herstellerverbandes Eurocom den österreichischen Sanitätsfachhandel zu zukunfts- und serviceorientierten Fragestellungen. Es beteiligten sich die Geschäftsführer von 40 Unternehmen.

Die Befragung sollte zukünftige Themen, Probleme und Unterstützungsbedarf der Branche verdeutlichen. Die Ergebnisse dieser Befragung lassen sich, so die Einschätzung der MTD-Redaktion, weitgehend auf die Situation der deutschen Sanitätshäuser übertragen.

Die Struktur der Branche

Die Analyse verdeutlicht, dass es sich bei den Unternehmen vor allem um kleinere Betriebe handelt. Die Hälfte der befragten Firmen haben bis zu zehn Mitarbeiter, 15 Prozent bis 20 und 30 Prozent über 20 Mitarbeiter. Entsprechend liegt der Umsatz bei 28 Prozent der Unternehmen bei unter einer halben Million Euro, bei 15 Prozent zwischen einer halben und einer Million Euro, bei 30 Prozent zwischen 1 und 3 Mio. Euro und bei 15 Prozent über 3 Mio. Euro. Der Rest machte keine Angaben.

40 Prozent des Umsatzes generieren die Sanitätshäuser aus dem Handel (Sani­tätshaus, Kompression, Bandagen usw.), 23 Prozent aus der Werkstatt (orthopädische Schuhe, Einlagen, individuelle Anfertigungen usw.), 9 Prozent aus der Prothetik, 12 Prozent aus der Orthetik, 10 Pro­zent aus der Rehabilitation und 6 Prozent aus sonstigen Geschäftsbereichen. Es zeigte sich, dass vor allem die kleineren Betriebe einen höheren Handwerksumsatz haben. (Anm. d. MTD-Red.: Zu beachten ist auch im weiteren Fortlauf die Abgrenzung von Werkstattleistungen, Prothetik und Orthetik.)

Dieser Unterschied zeigt sich auch beim Gewinn, wobei kleinere Firmen mehr prozentualen Gewinn durch das Handwerk und die größeren mehr prozentualen Gewinn beim Handel haben. Alle Unter­nehmen erwirtschaften durchschnittlich 28 Prozent mit dem Handel, 33 Prozent mit der Werkstatt, jeweils 10 Prozent mit Prothetik, Orthetik und Rehabilitation und 7 Prozent mit sonstigen Geschäftsfeldern. 2 Prozent machten keine Angaben.

73 Prozent der befragten Sanitätsfachhändler sind spezialisiert (Mehrfachnennungen möglich): 15 Prozent auf die Reha­technik, 13 Prozent auf die Orthetik, jeweils 8 Prozent auf Prothetik, Krankenpflege, OT-Schuhe, Einlagen und Ortho­pädie/Kinderorthopädie/OT-Hilfs­mittel/ Orthopäden, jeweils 5 Prozent auf Inkontinenz, med. Strümpfe und Bandagen sowie Disability-Management/Neuroortho­pädie und gefräste Einlagen. 18 Prozent haben andere Schwerpunkte.

Bei den Produktverkäufen handelt es sich bei 54 Prozent um Fertigprodukte, bei 20 Prozent um Halbfertig- bzw. Bausatzprodukte und bei 26 Prozent um individuelle Anfertigungen. 66 Prozent des Umsatzes erzielen die Firmen mit Kassenprodukten, 26 Prozent mit dem Freiverkauf und 8 Prozent mit Dienstleistungen.

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