Folge von Brexit und Medizinprodukteverordnung

export MTD-Verlag - Folge von Brexit und Medizinprodukteverordnung

Medizintechnik-Export in EU-Länder schwächt sich ab

(MTD 12.10.2018) Der Medizintechnik-Export in EU-Länder schwächt sich ab. Zurückgeführt wird dies, neben konjunkturellen Gründen und dem Brexit, auf die Medizinprodukteverordnung (MDR).

Die rund 1.300 deutschen Medizintechnikbetriebe mit mehr als 20 Mitarbeitern erzielten 2017 mit ihren fast 140.000 Beschäftigten einen Umsatz von knapp 30 Mrd. Euro. Bei den mehr als 11.000 kleineren Betrieben mit weniger als 20 Mitarbeitern sind weitere 60.000 Menschen tätig.

Mehr als zwei Drittel in den Export

Im ersten Halbjahr 2018 konnte der Umsatz um 3,8 Prozent gesteigert werden. Dies geht aus den Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, die der Industrieverband Spectaris präsentierte. Die Exportquote liegt bei 68 Prozent.
Mit Blick auf die Export-Zahlen in die EU-Länder macht sich der Verband aber doch Sorgen. So stiegen die Ausfuhren in Länder der Europäischen Union im 1. Halbjahr nur um 0,8 Prozent. Zum Vergleich: 1. Halbjahr 2017 plus 3,4 Prozent, 1. Halbjahr 2016 plus sieben Prozent.

Ausfuhren nach China legen zu

Die Europäische Union ist mit einem Anteil von aktuell mehr als 42 Prozent der Gesamtexporte die wichtigste Zielregion für Medizintechnik aus Deutschland. Weitere 17 Prozent der Ausfuhren entfallen auf die USA, acht Prozent auf China. Während die Medizintechnikexporte in die USA zur Jahresmitte mit 1,98 Mrd. Euro stagnierten, entwickelten sich die Ausfuhren nach China mit einem Plus von fast acht Prozent auf 931 Mio. Euro weiterhin positiv.

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Dieser Artikel erschien im wöchentlichen Branchen-Informationsdienst MTD-Instant (MTD-Verlag).

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