Medizintechnik-Branche/MDR

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Tausende von Arbeitsplätzen in Gefahr

(MTD/18.7.2019) Aufgrund der hohen Anforderungen durch die EU-Medizinprodukteverordnung (MDR) sind in Baden-Württemberg „mindestens 20 Prozent“ der 49.000 Arbeitsplätze in der Medizintechnikbranche in Gefahr.

Diese Quote nannte das Landeswirtschaftsministerium gegenüber der „Schwäbischen Zeitung“. Das Ministerium befürchtet, dass die derzeit 840 Unternehmen ihre Portfolios verkleinern, Firmen verkauft, fusioniert oder gar geschlossen werden.

Deshalb unterstützt das Ministerium die Landesgesellschaft Biopro Baden-Württemberg mit insgesamt zwei Mio. Euro. 2019 und 2021 sollen jeweils 500.000 und 2020 eine Mio. Euro fließen. Biopro und die Medizintechnikcluster (vor allem Medical Mountains/Tuttlingen) sollen damit z. B. Veranstaltungen, Expertenstammtische und produktgruppenspezifische Gemeinschaftsprojekte zur MDR organisieren. Zielgruppe seien kleine und mittelständische Unternehmen, die durch Lotsen zudem Zugang zu klinischen Studienzentren erhalten sollen.

Anderen Berichten zufolge fürchtet die Deutsche Krankenhausgesellschaft, dass aufgrund der MDR bzw. Wartezeiten bei den Benannten Stellen u. a. Implantate oder chirurgische Instrumente nicht rechtzeitig bis Mai 2020 eine neue Marktzulassung erhalten könnten und damit in den Krankenhäusern fehlen.

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