Wieder Probleme mit Hilfsmittel vom Discounter

Aldi ruft Rollatoren zurück

(MTD / 15.8.2019) Seit 1. August verkauften Aldi Nord und Süd einen Rollator der Hamburger Fa. Aspiria Nonfood GmbH. Beide Aldi-Organisationen rufen den Rollator nun zurück.
Den Kunden wird der Kaufpreis erstattet. Zuvor war der Verkauf schon eingestellt worden. Grund des Rückrufs ist, dass „bei starker Belastung die Sitzfläche in Ausnahmefällen seitlich einreißt und dies zu einem Sturz führt“.


Dies ist nicht der erste Rückruf eines Aspiria-Rollators. Bereits im Frühsommer 2015 verkaufte Aldi Rollatoren von Aspiria Nonfood, die wegen der Gefahr eines reißenden Rückengurts zurückgerufen werden mussten. Über den Rückruf berichtete im Herbst 2015 auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.
 Konkurrent Lidl verkaufte bereits Ende 2014 Rollatoren der Bezeichnung „Volito“ von Aspiria Nonfood, die dem Topro Troja sehr ähnlich sahen. Bereits im Januar 2014 hatte das Verbrauchermagazin „Marktcheck“ bei einem Rollatortest festgestellt, dass beim Volito beim Belastungstest der linke Handgriff abbrechen kann. Aldi Nord wechselte den Lieferanten und verkaufte im Herbst 2016 Rollatoren von der Royalbeach Spielwaren und Sportartikel Vertriebs GmbH in Kirchanschöring.

Topro geißelt Aldi-Plagiat

Die Aspiria-Rollatoren ähnelten Produkten des Marken-Herstellers Topro. Topro verwies nun erneut darauf, dass es sich um ein Nachahmer-Produkt handele. Der patentierte Ergo-Grip und die Höheneinstellung seien von Topro kopiert worden und die Plagiate sähen dem Topro-Original recht ähnlich. Original Topro-Rollatoren aus Norwegen gebe es aber ausschließlich im Fachhandel. Das Unternehmen prüfe die Situation und behalte sich rechtliche Schritte vor.


Copyright: MTD-Verlag 2019, Foto: Aldi Süd

Dieser Artikel erschien im wöchentlichen Branchen-Informationsdienst MTD-Instant (MTD-Verlag).

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