Gesundheitswirtschaft

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Chancen des DVG zügig nutzbar machen


(MTD/22.11.2019) Aus Sicht des ZVEI-Fachverbands Elektromedizinische Technik steht fest: Mit dem Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) setzt die Bundesregierung ein klares Signal, dass die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft ernsthaft vorangetrieben werden soll.

Die damit verbundenen Möglichkeiten müssten jetzt aber zügig nutzbar gemacht werden, um Unsicherheiten und Verzögerungen vorzubeugen. So müssten die Anbieter wissen, welche Anforderungen zu erfüllen sind, um in das Verzeichnis des Bundesamts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aufgenommen zu werden. Dazu müsse das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) das genaue Verfahren für die Beurteilung der digitalen Gesundheitsanwendungen noch in einer eigenen Rechtsverordnung regeln.

Zudem verweist der ZVEI darauf, dass viele digitale Lösungen für die Gesundheitswirtschaft von den neuen Regelungen gar nicht erfasst werden. Das Gesetz definiert digitale Gesundheitsanwendungen als Medizinprodukte der Klassen I und IIa. „Für digitale Lösungen mit Medizinprodukten höherer Klassen ist die neue Regelung nicht anwendbar“, erläutert Hans-Peter Bursig, Geschäftsführer des ZVEI-Fachverbndes Elektromedizinische Technik.

Umso wichtiger sei, dass die Krankenkassen mit dem DVG grundsätzlich die Möglichkeit erhalten, digitale Versorgungsangebote zu fördern und mit der Industrie bedarfsorientiert zu entwickeln. Auch hier müssten jetzt aber zügig Modelle für die Zusammenarbeit gefunden werden, um wirksame Lösungen schnell in die Versorgung zu bringen.

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