Ungewöhnliche Ausschreibungsgewinner für Schutzausrüstung


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Kaum Branchenfirmen

(MTD/20.5.2020) Jüngst veröffentliche das Bundesgesundheitsministerium das Ergebnis einer Ausschreibung von FFP2-Masken, OP-Masken und Schutzmänteln für mehr als 1,11 Mrd. Euro.

Bei einigen Firmen, die den Zuschlag bekamen, ergeben sich schon Fragezeichen. Darunter sind Fernmeldefirmen, Verlage, Consulting-Unternehmen, Messebauer, Werbemittelhersteller und ähnliche. Bekannte Medizintechnik-Firmen sind eher rar.
FFP2-Masken mit einem Gesamtwert von 636,8 Mio. Euro wurden an rund 20 Firmen beauftragt, darunter HB Medi in Bremen, Univent Ventilatoren in Schwenningen und Vock Medical Products in Friedewald. OP-Masken für insgesamt 410,7 Mio. Euro etwa 25 Firmen, darunter HB Medi, Paul Hartmann in Heidenheim, Medicalsign in Norderstedt und Lohmann & Rauscher in Neuwied.
Schutzmäntel für 64,4 Mio. Euro liefern Dach Schutzbekleidung, Aircraft Cabin Modification in Memmingen und Medika Medizintechnik in Hof.

Hessen kauft riesige Mengen an Anti-Corona-Medizinprodukten

Neben dem Bund kaufen auch die Länder wegen dem Corona-Virus große Mengen an Schutzausrüstung ein. Hier spielte der Preis mit 30 Prozent nur eine untergeordnete Rolle. Viele Zuschläge wurden bei jeweils nur einem eingegangenen Angebot erteilt.

Copyright: MTD-Verlag 2020, Foto: Orna Wachman/Pixabay

Dieser Artikel erschien im wöchentlichen Branchen-Informationsdienst MTD-Instant (MTD-Verlag).

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