Bundesregierung reduziert Bestellmengen

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Bedarf an Beatmungsgeräten geringer

(MTD 10.9.2020) Weil der Bedarf aufgrund des Verlaufs der Pandemie nicht so groß ist, wie ursprünglich angenommen, wird vom Bund mit den Herstellern von Beatmungsgeräten über eine Reduzierung der Liefermenge verhandelt.

Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage von FDP-Abgeordneten hervor. Der Bund hat demnach mit den Herstellern Löwenstein Medical, Philips Respironics, Dräger Medical, ResMed, Fritz Stephan und Medtronic Verträge über die Lieferung von insgesamt 26.281 Beatmungsgeräte geschlossen. Eingeplant waren dazu im Haushalt 580 Mio. Euro. Dabei wurde vom Vergaberecht, also von Ausschreibungen mit Teilnahmewettbewerb, abgerückt.
Insgesamt wurden bisher 7.691 Geräte geliefert. Mit zwei Herstellern wurde bereits eine Reduzierung um 2.500 Beatmungsgeräte vereinbart, was 10 bis 45 Prozent der ursprünglichen Order entspricht.

Geräte für Reserve und als Spende ins Ausland

Ein Teil der zu viel bestellten Geräte soll in die „Nationale Reserve Gesundheitsschutz“ eingebracht werden. Weiter werden Geräte an Drittstaaten gespendet. Bisher wurden 197 Geräte nach Italien, Spanien und Frankreich gespendet. Auch die Balkanstaaten sollen Geräte bekommen.
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