Insolvenz AvP Deutschland GmbH

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ARZ Haan übernimmt Hilfsmittelgeschäft

(MTD/8.10.2020) Die ARZ Haan AG übernimmt mit sofortiger Wirkung die Rezeptverarbeitung von Sanitätshäusern und sonstigen Gesundheitsdienstleistern der insolventen AvP Deutschland GmbH. Sie führt deren Kundenbeziehungen fort.

In den vergangenen Wochen hatten bereits hunderte Apotheken, die unmittelbar von der AvP Krise betroffen waren, kurzfristig die Rezeptverarbeitung an die ARZ Service GmbH übertragen. Nun hat die Unternehmensgruppe mit ihren operativen Tochtergesellschaften RZH Rechenzentrum für Heilberufe und Styra & Partner mit Standorten in Wesel, Oldenburg und Hannover auch im Hilfsmittelgeschäft die Weiterführung der Dienstleistungen der AvP innerhalb des Segments der Sonstigen Leistungserbringer übernommen.

Wie ARZ auf MTD-Anfrage erklärte, haben bislang 300 bis 400 Hilfsmittel-Anbieter über AvP abgerechnet, wie viele allerdings zu RZH wechseln, sei noch nicht abzusehen. Außerdem seien einige Hundert Apotheken (laut Medienberichten rund 600) von AvP zu ARZ gewechselt.

Die Leistungserbringer erhalten, laut einer Mitteilung von ARZ, aktualisierte Abrechnungsverträge. Alle betroffenen Kunden seien über die weiteren Schritte informiert worden. Ein Teil der Mitarbeiter der AvP, die den Bereich der „Sonstigen Leistungserbringer“ betreut haben, werde aufgrund der räumlichen Nähe zur ARZ-Gruppe wechseln; in Medienberichten ist von rund 35 Beschäftigten die Rede, die von AvP Hünxe ins 15 km entfernte Wesel zu RZH wechseln könnten.

Die ARZ-Gruppe ist mit ihren sieben operativen Tochtergesellschaften und über 800 Mitarbeitern an neun Standorten in Deutschland präsent. Sie rechnen jährlich rund 100 Mio. Rezepte mit einem Volumen von 11 Mrd. Euro ab.

Copyright: MTD-Verlag 2020

Dieser Artikel erschien im wöchentlichen Branchen-Informationsdienst MTD-Instant (MTD-Verlag).

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