Fehlverhalten im Gesundheitswesen

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Hilfsmittelerbringer bei Neufällen mit vorn

MTD/26.1.2021) Die elf Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) haben in den vergangenen zwei Jahren rund 37 Millionen Euro aus mehr als 9.000 Abrechnungsbetrugsfällen erstritten.

Das waren zehn Millionen Euro mehr als in den Vorjahren, wie aus dem Tätigkeitsbericht des AOK-Bundesverbandes zur Bekämpfung von Fehlverhalten im Gesundheitswesen des AOK-Bundesverbands hervorgeht. Erstmalig werden die Verursacher der Betrugsfälle aufgeführt. Demnach waren Erbringer häuslicher Krankenpflege für die meisten Neufälle in 2018 und 2019 verantwortlich (1.700 Neufälle).

An zweiter Stelle lagen Hilfsmittelerbringer mit etwa 1.500 Fällen. Ins Auge fällt die hohe Zahl an 1.232 internen Hinweisen, die zur Verfolgung von Betrugsfällen führten. Diese erklärt eine Sprecherin des AOK-Bundesverbands auf Nachfrage der Redaktion wie folgt: „Im Unterschied zu anderen Leistungserbringern, beispielsweise Ärzten und Krankenhäusern, rechnen die Heil- und Hilfsmittelerbringer direkt mit den Krankenkassen ab. Dadurch sind keine anderen Dienstleister dazwischengeschaltet, bei denen Abrechnungsbetrug festgestellt werden kann.“

Auf dem dritten Platz befinden sich Apotheken mit rund 1.200 Fällen. Der Bericht ist abrufbar auf www.aok-bv.de.

© MTD-Verlag 2021

 

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