EU-Warnssystem "Safety Gate"

Foto: nikdoorg/Fotolia

Anzeige

Gefährliche Corona-Produkte in Umlauf


(MTD/30.3.2021) 9 Prozent aller Gefahrenmeldungen an das EU-Warnsystem „Safety Gate“ bezogen sich 2020 auf Corona-Produkte (z. B. unsichere Masken, toxische Desinfektionsmittel).

 

Das „Safety Gate“ (vormals Schnellwarnsystem RAPEX) habe sich als krisensicher erwiesen und während der Covid-19-Pandemie zum Schutz der Verbraucher beigetragen, da es ein wichtiges Instrument für die effiziente und rasche Verbreitung von Informationen über gefährliche Produkte wie unsichere Masken oder toxische Desinfektionsmittel und deren Entfernung vom Markt sei, so EU-Verbraucherkommissar Didier Reynders.

Im Jahr 2020 gab es laut Jahresbericht 161 Warnmeldungen zu Masken, 3 Warnmeldungen zu speziellen Overalls, 13 Warnmeldungen zu Handdesinfektionsmitteln und 18 Warnmeldungen zu UV-Lampen, die als Sterilisatoren dienen sollen. Bei den Warnmeldungen zu Masken handelte es sich um Masken, die zwar schützen sollten, dies aber nicht tun.

Weitere Beispiele für gefährliche Covid-19-Produkte, die über das „Safety Gate“ gemeldet wurden, betrafen Desinfektionsmittel, die toxische Chemikalien enthalten wie Methanol, das zu Blindheit oder bei Verschlucken sogar zum Tod führen kann, oder UV-Desinfektionsmittel, die die Anwender einer starken Strahlung ausgesetzt haben, die Hautreizungen verursacht. Diese im System verbreiteten Warnmeldungen gelten auch dieses Jahr.

© MTD-Verlag 2021

Ihnen hat dieser Artikel gefallen? Dann lernen Sie den wöchentlich erscheinenden Branchen-Informationsdienst „MTD-Instant“ noch besser kennen. Bestellen Sie Ihr Test-Abonnement hier.