Schutzausrüstung und Hilfsmittel-Leistungserbringer

Foto: leo2014 / pixabay

Anzeige

Einheitliches Vorgehen der Kassen gefordert

(MTD 16.4.2021) Die Initiative Faktor Lebensqualität fordert eine angemessene und unbürokratische Unterstützung der Hilfsmittelbranche für Persönliche Schutzausrüstungen (PSA).

„Die wegen der Corona-Pandemie weiter hohen PSA-Kosten sind für Hilfsmittel-Leistungserbringer nicht mehr zu tragen“, beklagt Juliane Pohl, Sprecherin der Initiative Faktor Lebensqualität und Leiterin Referat Ambulante Gesundheitsversorgung des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed).
Mehrere Krankenkassen böten inzwischen zwar Vergütungen für die in der Pandemie notwendige zusätzliche Ausrüstung an. Allerdings drohe hier ein unübersichtlicher Wildwuchs. Der damit verbundene organisatorische Aufwand müsse unbedingt vermieden werden. Zudem würden erste Kassen verlangen, die Hygienepauschale nur für erforderliche Besuche zu berechnen. Diese sollen nachgewiesen und belegt werden. „In der Einschränkung auf erforderliche Besuche liegt Konfliktpotential. Es kann nicht im Ermessen der Krankenkasse liegen, ob ein Besuch erforderlich ist. Dafür ist allein das Wohl der Patientinnen und Patienten entscheidend“, so Pohl.
Besser wäre es aus Sicht der Initiative Faktor Lebensqualität, wenn sich die Krankenkassen auf ein einheitliches Vorgehen, im Übrigen auch bei Tests, verständigen würden. Pohl favorisiert in diesem Zusammenhang das „einfache, schnelle und unkomplizierte Vorgehen“, wie es die KKH vormache. Die Krankenkasse KKH bietet Hilfsmittel-Leistungserbringern für die Stoma-Versorgung inzwischen eine pauschale Vergütung von 2 Euro pro Patient, je Monat und rückwirkend zum Jahresanfang an. Allerdings sei noch unklar, ob diese Höhe wirklich angemessen sei.

© MTD-Verlag 2021

Ihnen hat dieser Artikel gefallen? Dann lernen Sie den wöchentlich erscheinenden Branchen-Informationsdienst „MTD-Instant“ noch besser kennen. Bestellen Sie Ihr Test-Abonnement hier.