Den Kauf auf Rechnung sicher gestalten

Foto: athree23/Pixabay

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Onlinehandel

(MTD 30.6.2021) Eine aktuelle Paymentstudie zeigt auf, wie Händler dem Wunsch der Käufer nach breitem Payment-Mix inklusive Kauf auf Rechnung ohne Risiko gestalten können.

Der passende Payment-Mix bleibt ein entscheidender Erfolgsfaktor im E-Commerce. Wer seiner Kundschaft im Check-out nicht das präferierte Zahlungsmittel anbietet, riskiert Kaufabbrüche sowie den Wechsel zur Konkurrenz. Der Handel hat sein Zahlungsangebot im E-Commerce daher in den letzten Jahren sukzessive ausgebaut. Durchschnittlich sieben Zahlungsverfahren, die die Ansprüche verschiedener Zielgruppen abdecken sollen, stehen Konsumentinnen und Konsumenten im Check-out zur Verfügung.

Rechnung bleibt weiterhin Lieblingsverfahren der Konsumenten

Für 85 Prozent der Befragten zählt die Rechnung zu den Top-5-Zahlungsverfahren im Netz – für 41 Prozent ist sie sogar das liebste Zahlungsmittel online. Damit liegt sie knapp vor PayPal (Top 5: 79 %, Nummer 1: 35 %) und weit vor der Lastschrift (Top 5: 52 %, Nummer 1: 7 %). Insbesondere Onlinekäuferinnen und -käufer, die den Onlinekanal erst während der coronabedingten Schließung des stationären Handels kennen und schätzen gelernt haben, wünschen sich Sicherheit und Vertrauen – und das gibt ihnen die Zahlungsart Rechnung. Gleichzeitig gilt die Rechnung aus Händlersicht als eines der risikoreichsten Zahlungsmittel – obwohl 94 Prozent der Befragten angeben, ihre Rechnung innerhalb von 14 Tagen zu bezahlen. So wird die Zahlungsart nicht immer allen Kundinnen und Kunden angeboten, wenngleich Händlern die Relevanz aus Kundensicht und der damit verbundene Wettbewerbsvorteil bewusst sind.

„Wer wie am liebsten bezahlt, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. So kommt es zwischen verschiedenen Alters- und Subgruppen zu deutlichen Unterschieden bei den präferierten Zahlungsverfahren. Dennoch: Selbst für die Smart Consumer*, die besonders häufig digitale Zahlungsverfahren nutzen, gehört die Rechnung zum Standardportfolio von Onlinehändlern. Durch die Zusammenarbeit mit Dienstleistern, die die Sicherheit der Zahlungsart für Händler gewährleisten, gibt es heute kaum noch Argumente, die Rechnung nicht anzubieten“, so Mailin Schmelter, stellvertretende Bereichsleitung am ECC Köln, zu den Ergebnissen der Studie.

Dienstleister im Payment-Sektor gewinnen an Bedeutung

Um dem Wunsch nach einem breiten Payment-Mix bei gleichzeitiger Sicherheit vor einem Zahlungsausfall gerecht zu werden, setzt ein Großteil der Händler auf die Zusammenarbeit mit Dienstleistern. So werden etwa 60 Prozent der Rechnungen und 67 Prozent der Ratenkäufe über Dienstleister abgesichert. Dabei wird zwischen White-Label-Lösungen, deren Einsatz für die Käufer nicht sichtbar ist, und Lösungen, bei denen die Zahlung direkt über den Dienstleister abgewickelt wird, unterschieden. Insbesondere für kleinere Händler kann sich die Zusammenarbeit mit bekannten Dienstleistern wie Klarna, Billpay, Unzer und Co. lohnen, um über deren Reputation Vertrauen bei den Konsumenten aufzubauen. Die Zusammenarbeit mit etablierten Payment-Dienstleistern kann bei der Neukundengewinnung und der Kundenbindung helfen. Nicht zuletzt macht sie das Angebot des Rechnungskaufs einfach und unkompliziert – sowohl für die Händler, als auch für die Kundinnen und Kunden.

* Smart Consumer sind besonders mobile- und smartphoneaffine Konsument:innen. Für sie ist das Smartphone ständiger Begleiter, in allen Lebenssituationen, ob Tag oder Nacht. Über alle Altersklassen hinweg können etwa 25 Prozent der deutschen Internetnutzer als Smart Consumer bezeichnet werden. 

 

Über die Studie

Für die „ECC Paymentstudie Vol. 25“ hat das ECC Köln in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Malte Krüger 2.055 deutsche Konsumenten im Januar 2021 befragt. Darüber hinaus wurde zeitgleich eine Umfrage unter 242 überwiegend kleinen und mittelständischen Händlern durchgeführt. Die ECC Paymentstudie untersucht bereits zum 25. Mal Angebot und Nachfrage von Zahlungsverfahren (online und stationär), hinterlegte Zahlungsverfahren bei digitalen Wallets wie PayPal und Google Pay sowie Betrugsrelevanz und -prävention aus Händlersicht. In diesem Jahr werden zudem die Auswirkungen der Coronapandemie auf Zahlungsgewohnheiten und -angebot sowie die Entwicklung des kontaktlosen Bezahlens am POS unter die Lupe genommen.

© MTD-Verlag 2021