4 Prozent mehr für Hilfsmittel

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GKV-Quartalszahlen

(MTD/02.07.21) Die Ausgaben für Hilfsmittel in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) stiegen im 1. Quartal gegenüber dem Vorjahr um 3 Mio. (+4 %) auf 2,443 (2,440) Mrd. Euro.

Der Anteil der Kosten für Hilfsmittel an den Gesamtausgaben der GKV betrug 3 Prozent. Die Ausgaben für Hilfsmittel je Versicherten stiegen im Schnitt um 0,49 Prozent. Die Kassenarten im Überblick (Ausgabenveränderung je Versicherten für Hilfsmittel): AOK –1,8 Prozent, BKK +1,4 Prozent, IKK +7,9 Prozent, KBS +2,5 Prozent, Ersatzkassen +1,4 Prozent und LKV –5,4 Prozent.

Krankenkassen verbuchen Defizit

Die 103 gesetzlichen Krankenkassen haben in den ersten drei Monaten ein Defizit von 148 Mio. Euro verbucht. Einnahmen in Höhe von 69,3 Mrd. Euro standen Ausgaben von rund 69,4 Mrd. gegenüber. Die Finanzreserven lagen Ende März bei rund 16,6 Mrd. Euro – trotz einer anteiligen Vermögensabführung von rund 2 Mrd. Euro an den Gesundheitsfonds. Die Ausgaben für Leistungen und Verwaltungskosten verzeichneten bei einem Anstieg der Versichertenzahlen von rund 0,2 Prozent einen Zuwachs von 2,3 Prozent.

Vertragsärzte und Krankenhäuser

Vor allem bei Krankenhausbehandlung (–1,7 %) sowie bei Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen (–14,1 %) sind die Ausgaben im Vergleich zum 1. Quartal 2020 rückläufig. Für die damit verbundenen Belegungsrückgänge haben die Krankenhäuser bzw. Vorsorge- und Reha-Einrichtungen von Januar bis März insgesamt rund 3 Mrd. Euro bzw. 135 Mio. Euro Ausgleichszahlungen des Bundes erhalten. Überproportionale Ausgabenzuwächse gab es hingegen bei ärztlicher Behandlung (+7,4 %), zahnärztlicher Behandlung (+6,1 %) und Zahnersatz (+9,9 %).

 

© MTD-Verlag 2021

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