Corona setzt Hartmann-Gruppe weiter zu

Die Hartmann-Gruppe kämpft mit schlechten Umsatzzahlen. Foto: Mediamodifier Pixabay

Anzeige

(MTD/16.11.2021) Die Corona-Pandemie hat die Geschäftsentwicklung der Hartmann-Gruppe/Heidenheim auch im dritten Quartal 2021 deutlich beeinflusst.

Die schrittweise reduzierten Corona-Restriktionen weltweit hätten die Frequenz von Arzt- und Apothekenbesuchen erhöht und die Belegungsrate in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen etwas verbessert, was sich auch positiv auf den Geschäftsverlauf ausgewirkt habe, heißt es von Unternehmensseite. Gleichwohl hätten „negativ wirkende Marktentwicklungen“ auch im dritten Quartal 2021 Bestand gehabt. Ins Feld führt die Hartmann-Gruppe hier „erheblich gestiegene Frachtkosten und Materialpreise sowie reduzierte Umsätze im Bereich Schutzprodukte und Desinfektion, teils aufgrund sehr hoher Lagerbestände bei Kunden“.

Umsatzrückgänge

Über alle Geschäftssegmente hinweg erzielte das Unternehmen in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2021 Umsatzerlöse von 1,705 Mrd. Euro, ein organischer Umsatzrückgang von 5,6 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit ist die Umsatzentwicklung seit drei Quartalen in Folge rückläufig.

Das bereinigte EBITDA belief sich in den ersten drei Quartalen 2021 auf 192 Mio. Euro (-7,3 %). Allein im dritten Quartal 2021 sei die Profitabilität aufgrund der coronabedingten Konjunktur des Marktes „auf dem niedrigsten Niveau seit drei Jahren“ gewesen, heißt es dazu von Unternehmensseite nüchtern.

Gleichwohl halte man an der im Geschäftsbericht 2020 veröffentlichten Prognose für das Geschäftsjahr 2021 fest, die von einem moderaten organischen Umsatzrückgang und einem rückläufigen bereinigten EBITDA von 210 bis 260 Mio. Euro ausgeht.

 

© MTD-Verlag 2021

Ihnen hat dieser Artikel gefallen? Dann lernen Sie den wöchentlich erscheinenden Branchen-Informationsdienst „MTD-Instant“ noch besser kennen. Bestellen Sie Ihr Test-Abonnement hier.