Ohne Corona-Tests hätte die Diagnostika-Industrie ein Problem

Eine medizinische Fachkraft entnimmt mit einem Wattestäbchen eine Probe aus der nasalen Schleimhaut einer Probandin.
Tests auf Corona-Infektionen brachten der Diagnostik-Branche ein deutliches Umsatzplus. Foto: Microgen / Adobe Stock

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(MTD 26.4.2022) Allein 65 Prozent des 2021 auf 6,3 Mrd. Euro gestiegenen Umsatzes entfallen auf die Corona-Diagnostik (4,1 Mrd.), wie die aktuelle Markterhebung des Verbandes der Diagnostica-Industrie (VDGH) ergeben hat.

Die Unternehmen erzielten Rekordumsätze insbesondere durch Schnelltests, die Routine-Diagnostik hingegen stagniert seit Pandemiebeginn. Der Gesamtumsatz konnte mehr als verdoppelt werden (+106 %). Dies ging jedoch vor allem auf die Corona-Diagnostik zurück, denn das Volumen der Routine-Diagnostik erhöhte sich lediglich von 2,17 Mrd. auf 2,2 Mrd. Euro.
Vom Coronatest-Volumen entfielen im vergangenen Jahr 3,67 Mrd. auf Schnelltests und 430 Mio. auf Labortests; zusammen legte der Bereich um 366 Prozent zu. 2020 waren es Schnelltests für 632 Mio. und Labortests für 246 Mio. Euro.


Engpässe durch EU-Verordnung über In-vitro-Diagnostika (IVDR)

Am 26. Mai tritt die neue EU-Verordnung über In-vitro-Diagnostika (IVDR) in Kraft. Hier fehlten weiter wichtige Bausteine für den neuen Rechtsrahmen. Die Branche befürchtet, dass es zu erheblichen Engpässen bei den Prüfinstitutionen kommen wird. Laut Befragung der VDGH-Mitglieder rechnet die Hälfte damit, dass unter Geltung der neuen IVDR Produkte vorm Markt genommen werden müssen.

© MTD-Verlag Amtzell 2022

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