Bundesregierung stoppt Verkauf von Heyer Medical an chinesische Investoren

Die Übernahme von Heyer Medical durch die chinesische Aeonmed Gruppe wurde gestoppt
Die Übernahme von Heyer Medical durch die chinesische Aeonmed Gruppe wurde gestoppt. Foto: Gerd Altmann/Pixabay

(MTD 3.5.2022) Die Bundesregierung hat die im März 2020 formal abgeschlossene Übernahme des in Bad Ems ansässigen Beatmungsgeräte-Herstellers Heyer Medical durch die Pekinger Aeonmed Gruppe gestoppt.

Laut Bundesregierung geschah dies „aus Gründen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit der Bundesrepublik“, da seit der Pandemie Beatmungsgeräte zu öffentlichen Schutzgütern gehören.

Seitens der Heyer Medical AG, die 1883 gegründet wurde und 2020 mit 35 Beschäftigten rund 42 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftet hat, gab es bislang keine Stellungnahme. Laut Bundeswirtschaftsministerium war die Firma im Jahr 2018 in Insolvenz geraten. Die Aeonmed-Gruppe, die 2021 mit rund 1.200 Beschäftigten rund 100 Mio. Euro Erlöse erwirtschaftet hat, trete in Deutschland mit „aggressiven Preisen“ auf und profitiere von „Unterstützungsmaßnahmen durch den chinesischen Staat“, so der Wortlaut der Kabinettsvorlage.

 

© MTD-Verlag Amtzell 2022

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