Bandagen und Stützverbände: Nach Corona-Delle wieder gefragt

(10/2022) Nachdem Absatz und Umsatz mit Bandagen und Stützverbänden in den Jahren 2020 und 2021 rückläufig waren, ist es jüngst zu einer Trendumkehr im Apotheken-Markt gekommen. Mit rund 22 Mio. Euro liegt das Volumen allerdings immer noch unter den Vor-Corona-Jahren. Dies ergibt eine MTD-Analyse von Auswertungen des Beratungsunternehmens IQVIA, die für diese Ausgabe erstellt worden sind.

Sie beruht auf der Marktstudie Consumer Report Apotheke und berücksichtigt sechs aufeinanderfolgende Zwölf-Monatswerte (jeweils von Mai bis April des Folgejahres). Seit 2018 geht die Nachfrage zurück und ist durch die Pandemie-Einschränkungen etwa beim Vereins- und Gruppensport weiter gebremst worden. Aktuell liegt der Absatz noch 4,8 Prozent unter 2018 und beim Umsatz sind es sogar 9 Prozent.

Hauptanwendungsgebiete sind die verletzungsgefährdeten Gelenke wie Knie, Sprung- und Handgelenk sowie Ellenbogen. Im jüngsten Zwölf-Monats-Wert konnten die Bereiche Knie um 11,1 und Knöchel um 12,2 Prozent beim Umsatz zulegen. Dagegen gaben Handgelenk um 2,8, Ellenbogen um 7,1 und Sonstige um 4,6 Prozent nach.

Großer Selbstzahleranteil

Beim Blick auf den Wert fällt auf, dass vor allem Handgelenk-Bandagen einen Selbstzahlermarkt darstellen, dagegen werden fast drei Viertel der Produkte für den Ellenbogen verordnet. Verordnete Bandagen sind insgesamt höherpreisiger als freiverkäufliche. Bei den durchschnittlich erzielten Preisen zeigen sich Produkte für Knie und Handgelenk in den jüngsten Zeiträumen recht stabil. Dagegen setzen Bandagen für Sprunggelenk und Ellenbogen den Abwärtstrend fort.

Hersteller-Konzentration

Führende Hersteller im Apotheken-Markt sind für stützende Bandagen die Firmen Bauerfeind, Bort, Lohmann & Rauscher, Beiersdorf und Sporlastic. Auf diese fünf entfallen zusammen 86 Prozent des Umsatzes sowie 91 Prozent des Absatzes. Außerdem sind noch weitere 69 Lieferanten aktiv.

 

 

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