Sanitätshaus, Medizin- und Orthopädieschuhtechnik: Durchschnittlicher Verordnungswert sinkt

(11/2022) Im zweiten Quartal 2022 sind die durchschnittlichen Verordnungswerte für Hilfsmittel in den Sektoren Sanitätshaus, Orthopädieschuhtechnik und Medizintechnik gegenüber dem ersten Quartal zurückgegangen. Aufgrund gleichzeitig rückläufiger Verordnungszahlen sind im Sanitätshaus und in der Medizintechnik auch die Umsätze gesunken, in der OST führte ein Plus bei Verordnungen auch zu mehr Umsatz im Vergleich zum Vorquartal. Dies geht aus dem GKV-Trendbarometer der opta data Finance GmbH (Essen) für Betriebe der einzelnen Bereiche nach IK 33, 34 und 59 hervor.

Grundlage sind die durch die Kunden der opta data Finance abgerechneten GKV-Verordnungen hochgerechnet auf den Gesamtmarkt; daraus wurde ein Durchschnitt für eine einzelne Betriebsstätte gebildet. Einnahmen z. B. mit privaten Kostenträgern, privaten Einkäufen oder von den Versicherten zu tragenden Mehrkosten sind nicht berücksichtigt.

Halbjahr zeigt sich positiv

In einem durchschnittlichen Sanitätshaus, Orthopädie- bzw. Rehatechnik-Betrieb (IK-33) lag der GKV-Umsatz im 2. Quartal 3,1 Prozent unter dem Vorquartal. Fürs erste Halbjahr ergibt sich im Vorjahresvergleich jedoch ein Umsatzplus von 4,7 Prozent. Die Zahl der versorgten Patienten sank im 2. Quartal gegenüber den ersten drei Monaten um 4,6 Prozent, fürs Halbjahr ergibt sich ein Plus von 3 Prozent im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2021. Der durchschnittliche Verordnungswert lag jüngst bei 175,74 Euro und damit fast unverändert gegenüber dem Vorjahresquartal, allerdings unter den 178,26 Euro des
1. Quartals 2022.

Orthopädieschuhtechnik leicht positiv

Eine leicht positive Entwicklung haben die GKV-Umsätze der opta data-Kunden mit einem IK 34 verzeichnet: Im 2. Quartal stiegen sie gegenüber dem 1. Quartal um 3,2 Prozent. Der Vergleich der beiden ersten Halbjahre ergibt ein Plus von 3,3 Prozent. Jüngst erhöhte sich die Zahl der Verordnungen gegenüber dem Vorquartal um 5,2 Prozent, der Halbjahresvergleich ergibt eine Steigerung von 3,9 Prozent. Der durchschnittliche Wert einer Verordnung lag mit 178,06 Euro jedoch deutlich unter den vier vorhergehenden Quartalen mit Werten von 213 bis 223 Euro.

Rückgang bei Medizintechnik

Einen Umsatzrückgang von 5,6 Prozent verzeichneten im jüngsten Quartal die IK-59-Betriebe (Medizintechnik), fürs Halbjahr steht ein Plus von rund 2,4 Prozent zu Buche. Die Zahl der abgerechneten Verordnungen sank vom 1. zum 2. Quartal um 8,5 Prozent. Der Durchschnittswert einer Versorgung im Bereich Medizintechnik ist im 2. Quartal gegenüber dem 1. Quartal 2022 zwar um rund 10 Euro auf 385,35 Euro gesunken, liegt aber deutlich über den 358,38 Euro des 2. Quartals 2021. 

 

Grafik: opta data Finance 

 

Grafik: opta data Finance

 

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