BVMed kritisiert Qualität der Diabetes-Versorgung

Insulinpumpensystem mit Sensor und Sender. Foto: BVMed

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(11.11.2022) Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) mahnt anlässlich des Welt-Diabetes-Tages am 14. November eine bessere Diabetes-Prävention und -Versorgung an.
 
 
Gleichzeitig schließt sich der Medizintechnik-Verband der jüngsten Kritik der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) an den gekürzten Haushaltsmitteln für Diabetes-Prävention und -Versorgung an. „Obwohl sich Diabetes immer mehr ausbreitet, ist das Bewusstsein für Ursachen und Symptome sowie die Notwendigkeit einer frühzeitigen Entdeckung und Behandlung des Diabetes noch immer nicht ausreichend etabliert. Das muss sich ändern. Wir müssen die Volkskrankheit Diabetes strategischer und interdisziplinärer angehen“, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Dr. Marc-Pierre Möll.  
 

Interdisziplinär versorgen

Mit regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen und frühen Diabetes-Screenings kann nach Ansicht des BVMed eine Erkrankung, Entgleisung oder Folgeerkrankungen verhindert werden. Dabei sei die Interaktion zwischen den versorgenden Disziplinen essenziell. Bereits bestehende regionale Netzwerke, die ärztliche und nicht-ärztliche Leistungserbringer vereinen, müssen nach Ansicht des BVMeds ausgebaut werden – zu einem starken, interprofessionellen und flächendeckenden Versorgungsnetzwerk. 
 

Hilfsmittel-Leistungserbringer sitzen mit im Boot

„In einem solchen Netzwerk spielen Hilfsmittel-Leistungserbringer eine wesentliche Rolle. Gerade Folgeerkrankungen führen Diabetiker oft zum Hilfsmittel- und Homecare-Versorger“, so BVMed-Expertin Juliane Pohl.  
 

12-Punkte-Plan des BVMed

Der BVMed fordert in einem 12-Punkte-Plan u. a. interprofessionelle Netzwerke und eine qualitätsgesicherte Versorgung mit modernen Medizintechnologien. Der BVMed setzt sich für ein nationales Diabetes-Register, die Aufnahme telemedizinischer Diabetes-Behandlungen in den EBM-Katalog sowie in DMP-Programme. 
 
© MTD-Verlag