Anti-Dekubitus-Hilfsmittel: Kostenexplosion belastet Hersteller

Homecare-Unternehmen und Sanitätshäuser versorgen Patienten auch mit Hilfsmitteln, die helfen, Dekubitus zu verhindern. Foto: BVMed

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(24.11.2022) Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) weist darauf hin, dass Hersteller von Anti-Dekubitus-Produkten unter einem enormen Kostendruck stehen.Dies gefährde auch zunehmend eine qualitativ verantwortbare Versorgung der mehr als 600.000 betroffenen Patienten in Deutschland.

Alles teurer: Schaumstoff, Kunststoff, Zellstoff, Vliesstoff

Wie dramatisch die Entwicklung ist, verdeutlicht der Verband anhand folgender Zahlen:
Anstieg der Preise für Schaumstoffe und Kunststoffe für AD-Hilfsmittel (Stand September 2022) gegenüber dem Vorjahresmonat um 21,6 Prozent. Anstieg der Zellstoffpreise um 43,4 Prozent und der Vliesstoff-Preise um 18,4 Prozent. Die aktuelle Auswertung von Destatis weise eine Preissteigerung auch bei (Gummi- und) Kunststoffwaren von bis zu 13 Prozent aus.

Engpässe in der Produktion von Zulieferern

Bei den Rohstoffen für die Herstellung der benötigten Schaumstoffe kommt es seit Sommer 2020 zu Schwierigkeiten bei den Produktionskapazitäten. Ausfälle führten zu einem Engpass der Rohstoffe Isocyanaten und Polyolen und zu Kostensteigerungen um 100 Prozent. Das hatte zur Folge, dass sich die Kosten für diese speziellen Schaumstoffe in dieser Zeit verdoppelt haben.

Textilkomponenten und weiter Bestandteile verteuert

Anstieg der Kosten für Textilkomponenten für Bezüge (Stand September 2022) gegenüber dem Vorjahresmonat um 16,7 Prozent.
Starke Kostensteigerungen bei Verpackungsmaterialien, Elektronikkomponenten und Chips sowie stark steigende Energie- und Transportkosten.

© MTD 2022

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