Anzeige

Medizintechnik noch zurückhaltend

(MTD/16.8.2011) Nutzen Medizintechnik-Hersteller Social-Media-Angebote im Internet? Dieser Frage ging der BVMed in einer Umfrage nach. Befragt wurden 89 Verbandsmitglieder. Ans Licht kam, dass 70 Prozent der Unternehmen nicht aktiv bzw. zurückhaltend sind. Lediglich 3,4 Prozent sind sehr aktiv, und 27 Prozent zunehmend aktiv.

Grundsätzlich dafür

Dabei wird die Nutzung von Social Media generell durchaus als Chance gesehen. 74 Prozent der Befragten heben die Dialogmöglichkeiten und 55 Prozent die Schnelligkeit dieser Internet-Möglichkeiten hervor. Nur 11 Prozent der Unternehmen sehen keine Chancen für sich durch Social Media.
Von den Inhalten her halten 56 Prozent der befragten Medizintechnik-Unternehmen Social-Media-Themen für sehr wichtig oder wichtig. Im Umkehrschluss meinen allerdings 43 Prozent, dass Social-Media-Themen weniger wichtig sind.

Dennoch viele Vorbehalte

Als Haupthinderungsgrund für das mangelnde Engagement nennen die Unternehmen das Fehlen entsprechender Ressourcen (56 %) sowie branchenspezifische rechtliche Restriktionen (Stichwort: Heilmittelwerbegesetz/HWG), die Sorge vor Kontrollverlust, einen zu geringen Nutzen sowie ethische Gründe aufgrund medizinischer Themen.
37 Prozent der Unternehmen nutzen keinen einzigen Social-Media-Kanal. Und 69 Prozent haben noch keine festgelegte Social-Media-Strategie. Nur bei 12 Prozent der Firmen ist eine solche Strategie vorhanden.

Auf allen Kanälen präsent

Bei den von Unternehmensseite bereits genutzten Social-Media-Kanälen liegt YouTube (34 %) vor Facebook (29 %), Xing (24 %) und Twitter (21 %). 32 Prozent der Unternehmen planen aber, noch in diesem Jahr eine Unternehmensseite auf Facebook einzurichten, 18 Prozent wollen bei Twitter starten. Facebook wird damit YouTube als meist genutzten Social-Media-Kanal in der MedTech-Branche ablösen.

Bei den Nutzern wird Social Media vor allem für die Imagepflege eingesetzt (51 %), gefolgt von Marketingzwecken/ Produkteinführungen (36 %), Personalrekrutierung (21 %), Kundenservice (12 %) und interner Kommunikation (11 %).
15 Prozent der Unternehmen bieten bereits Webinare an. Nur 12 Prozent der Unternehmen verfügen über RSS-Feed, nur 7 Prozent über einen Blog.

Copyright MTD-Verlag 2011