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Mehr als 6.000 Fälle im Jahr 2011

(MTD/5.4.2012) Der rapide Aufwärtstrend aus dem Jahr 2010 ist gebremst: 2011 verzeichnete das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) 6.138 Risikomeldungen im Zusammenhang mit Medizinprodukten. Damit wurde erstmals seit dem Jahr 2000 die Marke von 6.000 übersprungen. Der Zuwachs von rund 260 Fällen (+6,2 %) hat sich gegenüber dem Vorjahr (+900  bzw. +18,1 % ) aber spürbar abgeschwächt.

Während die Zahlen bei nicht-aktiven Medizinprodukten auf 2.395 (-4,4 %) und In-vitro-Diagnostika auf 474 (-1,7 %) fielen, stiegen sie bei aktiven Medizinprodukten deutlich auf 3.269 Fälle (+17,1 %) an. Absolut waren es 477 Meldungen mehr (+431 in 2010).

Die Behörde gliedert die Risikomeldungen in 20 Produktgruppen auf. Während 2010 noch 16 einen Zuwachs verbuchten, waren es 2011 nur 11, bei acht gingen die Zahlen zurück, eine blieb unverändert.

Am stärksten zu legte der Bereich Empfängnisregelung mit einer Verdoppelung – allerdings auf niedrigem Niveau: Es ging lediglich um 17 Fälle. Radiologische Technik steigerte sich um 60 Prozent auf 210 Fälle, bei allgemeinen medizinischen Behandlungseinrichtungen/-geräten/-hilfsmitteln waren es 285 Fälle (+30 %).

Die drei Hauptgruppen sind aktive Implantate 1.447 Fälle (+14,8 %), die Sparte Injektion, Infusion, Transfusion, Dialyse 983 (+20,9 %) sowie nichtaktive Implantate 976 (-14,1 %). Auf Orthopädie- und Rehatechnik entfielen 132 Meldungen (-10,2 % bzw. 15 weniger als im Vorjahr).

Copyright: MTD-Verlag 2012

Ein ausführlicher Artikel zu diesem Thema erscheint in der Mai-Ausgabe der Fachzeitschrift MTD.