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Telekom steigt noch massiver ein

(MTD/13.4.2012) Die Deutsche Telekom AG hat mit Vertragsunterzeichnung vom 15.3.2012 einen Anteil von 49,9 Prozent an der HMM Deutschland GmbH (Moers) erworben. Über T-Venture war die Telekom bereits seit 2008 mit 18 Prozent an HMM beteiligt. Nun ist der Mutterkonzern als direkter Anteilseigner im Rahmen einer Minderheitsbeteiligung hinzugetreten. Der Konzern hat außerdem die Option, künftig die Mehrheit an dem Unternehmen zu erwerben. Die Telekom baut damit ihr Geschäftsfeld Gesundheit aus.

Vorteile für beide Seiten

Das frische Kapital will HMM für den zügigen Ausbau der Geschäftsfelder Heilmittel, Pflege sowie den neuen Geschäftsbereich X302-Abrechnung nutzen. Aus Sicht von HMM passen die eigenen Produkte gut in die Vernetzungsstrategie der Telekom.

Man verweist in diesem Zusammenhang auf Telekom-Konzernchef René Obermann, der 2010 den Health-Sektor als neues strategisches Wachstumsfeld benannt habe. Als dessen Leiter zeichnet seither Dr. Axel Wehmeier verantwortlich. Bekanntlich wolle Wehmeier in die Vernetzung von Leistungserbringern, Krankenkassen und Patienten investieren.

Starke Partner

Erst kürzlich hatte HMM Deutschland Zahlen vorgelegt: Mehr als 15 Mio. Versicherte werden auf ZHP.X3 verwaltet. Bundesweit nutzen mehr als 7.600 Leistungserbringer und über 40 Kostenträger die Zentrale Healthcare-Plattform von HMM Deutschland.

Nicht unumstritten

Vor allem 2009 und 2010 war HMM Deutschland in aller Munde. Damals erregte bei vielen Leistungserbringern und Verbänden die Tatsache großen Unmut, dass beim neuen Barmer GEK-Vertrag die Kostenanschläge und Abrechnungen zwingend über die ZHP-Online-Plattform von HMM Deutschland/T-Systems abgewickelt werden sollten.

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