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Orthopädietechnik auf dem Prüfstand

(MTD/25.5.2012) Zufriedene Gesichter in Leipzig. 19.500 Besucher aus 82 Ländern besuchten die 7. „Orthopädie + Reha-Technik“ vom 15. bis 18. Mai in Leipzig. Über 35 Prozent der Besucher kamen aus dem Ausland. 537 Aussteller waren gemeldet. BIV-Präsident Klaus-Jürgen Lotz nutzte seine Eröffnungsansprache zu einer kritischen Bestandsaufnahme der Lage in der Orthopädietechnik.

In seiner Rede mit dem Motto "Die Orthopädietechnik auf dem Prüfstand der Versorgungsstrukturen“ kam Lotz gleich zur Sache: Früher ist der Patient im Mittelpunkt gestanden, heute ist es das System. Dagegen müsse man dringend gegensteuern, sonst habe man in fünf Jahren nur noch das System.

Kurzfristiges Denken prägt Versorgungsdenken

Nur noch Preise und Wirtschaftlichkeit bestimmen die Diskussion, so Lotz’ Eindruck. Die Folgen von Billig-Versorgungen werden nicht hinterfragt. Von den Patienten und qualitativ hochstehenden Versorgungsmöglichkeiten spricht kaum einer.

Selbstkritische Töne

Zur Verbesserung der Situation müssen sich aber auch die Fachvertretungen anders aufstellen, mahnt Lotz. Bei der Zusammenarbeit mit Partnern müssen die Branchenvertreter auch fähig sein, über ihren eigenen Schatten zu springen. Nur durch die Zusammenarbeit der Verbände und Leistungsgemeinschaften mit anderen medizinischen Leistungsträgern kann es gelingen, die Vertragslandschaft zu verschlanken.

Versorgungsleitlinien

Ein erfolgversprechendes Mittel sieht der BIV-Präsident in Versorgungsleitlinien. An die Verhandlungspartner appellierte Lotz, neue Wege für die Vergütung kostenintensiver Versorgungsbereiche und kostenmindernde Frequenzversorgungen zu finden.

Copyright: MTD-Verlag 2012

Ausführliche Berichte zur „Orthopädie + Reha-Technik“ 2012 erscheinen in der Juni-, Juli und August-Ausgabe der Fachzeitschrift MTD