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Wenig Lust auf Investitionen

(MTD/1.6.2012) Die Investitionen in Vertragsarztpraxen sind rückläufig. Gleichzeitig signalisieren die Ärzte hohen Investitionsbedarf. Dies zeigt eine aktuelle Auswertung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (ZI) aus dem ZI-Praxis-Panel (ZiPP).

Insgesamt liegen der ZiPP-Studie Umsatz- und Kostendaten von rund 4.200 Praxen in Deutschland für die Jahre 2006 bis 2008 zugrunde. Zum Investitionsverhalten wurden Angaben aus 3.300 Praxen ausgewertet.

Investitionen im Sinkflug

Im Schnitt gingen die Investitionen je Praxisinhaber von 2006 bis 2008 um 32 Prozent zurück. Besonders betroffen sind davon Praxen in ländlichen Regionen (-41 %) und Kernstädten (-34 %).

Den offenen Investitionsbedarf zum Zeitpunkt der Befragung (2010) gaben die Praxen im Schnitt mit rund 21.400 Euro an. Dies sind rund 20 Prozent der mittleren Kosten einer Praxisübernahme.

Enormer Nachholbedarf

Um den Investitionsbedarf zu schließen, müssten die Praxen ihre Investitionen verdoppeln. Hochgerechnet auf das Bundesgebiet ergibt sich so ein offener Investitionsbedarf von rund 2 Mrd. Euro.

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