Brexit / Medizinprodukte

Vorerst business as usual

(MTD/21. Juli 2017) Der Fachverband Elektromedizinische Technik innerhalb des ZVEI hat im April und Mai 2017 eine Mitgliederbefragung über die möglichen Auswirkungen des Brexit für die Hersteller von elektromedizinischer Technik durchgeführt. Es zeigt sich, dass Großbritannien keine zentrale Bedeutung als Absatzmarkt und nur in Ausnahmefällen eine Bedeutung als Fertigungsstätte für elektromedizinische Technik hat. Auch Zulieferungen aus dem Vereinigten Königreich haben für die Unternehmen nur geringe Bedeutung.

Die weit überwiegende Mehrheit der Hersteller von elektromedizinischer Technik erwartet deshalb kurzfristig keine schwerwiegenden Auswirkungen durch den Brexit. Weiteren Informationsbedarf zum Thema Brexit gibt es laut Verband aber insbesondere mit Blick auf die kommenden Vorschriften im Warenverkauf mit dem Drittland UK. Das gleiche gelte für die zukünftigen Zollregelungen bei Lieferungen in das Vereinigte Königreich und die mögliche Neuregistrierung von Medizinprodukten für den Vertrieb dort.

Wenn Großbritannien anstelle der heute gültigen CE-Kennzeichnung für Medizinprodukte ein eigenes nationales Zulassungssystem für Medizinprodukte installiere, würde dies für die deutschen Hersteller einen erheblichen Zusatzaufwand beim Export in das Vereinigte Königreich bedeuten.

Copyright: MTD-Verlag 2017
Foto: Fotolia

Dieser Artikel erschien im wöchentlichen Branchen-Informationsdienst MTD-Instant (MTD-Verlag).
Hier Probe-Abonnement MTD-Instant bestellen.