Inko- und Stoma-Ausschreibungen

Mehr schlechtere Versorgungen

(MTD/2.2.2018) Die Initiative „Faktor Lebensqualität“ im BVMed befragte 79 Patienten, die auf ableitende Inkontinenz- und Stoma-Hilfsmittel angewiesen sind, zu ihren Erfahrungen nach einem erzwungenen Wechsel ihres Versorgers nach einer Ausschreibung. Die Ergebnisse sind ernüchternd.

Nur je einem Drittel wurde nach dem Wechsel ein persönlicher Ansprechpartner oder Therapeut genannt. Jeder vierte Anwender musste mit dem Versorger auch die benötigten Produkte wechseln. Davon bewerten 39 Prozent diese neuen Produkte als nicht gut geeignet. Nur in der Hälfte der Fälle wurde die Änderung der Produkte begründet, meist mit dem Preis. Allerdings müssen nach dem Versorgerwechsel weniger Patienten eine Aufzahlung leisten.

Als Konsequenz aus der schlechteren Versorgung haben fünf Prozent der Befragten die Kasse gewechselt; für 34 Prozent ist ein Krankenkassenwechsel vorstellbar.

Copyright MTD-Verlag 2018
Foto: Fotolia

Dieser Artikel erschien im wöchentlichen Branchen-Informationsdienst MTD-Instant (MTD-Verlag).

Hier Probe-Abonnement MTD-Instant bestellen.