Präqualifizierungsvorgaben der DAkkS

Verbände der Gesundheitshandwerke üben Kritik

(MTD 6.4.2018) Die Verbände der Gesundheitshandwerke lehnen die Forderungen der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) für das konkrete Präqualifizierungsverfahren sowohl aus rechtlichen wie sachlichen Gründen ab. Nicht die DAkkS sei für die Qualität der Hilfsmittelversorgung verantwortlich, sondern die gesetzlichen Krankenversicherungen mit ihren Vertragspartnern, heißt es in einer gemeinsamen Resolution der Verbände ZVA, Biha, ZVOS, BIV-OT und VDZI.

Drei Betriebsbegehungen in fünf Jahren

In der Umsetzung erwartet die DAkkS nun jedoch, so die Verbände, dass Präqualifizierungsstellen die Betriebe der Gesundheitshandwerke nach der Erstbegehung zwei weitere Male innerhalb der fünfjährigen PQ-Gültigkeit in Form einer Betriebsbegehung überwachen. Mit dieser Vorgabe greift die DAkkS aus Sicht der Verbände der Gesundheitshandwerke ohne Rechtsgrundlage und zu den Empfehlungen des GKV Spitzenverbandes konkurrierend, direkt auf das Verfahren zum Leistungserbringer durch.

Kosten in Millionenhöhe für Handwerksbetriebe

In der Praxis werde dies zu Kostenbelastungen der Gesundheitshandwerke in Millionenhöhe pro Jahr führen. Eine Betriebsbegehung zu Betriebsbeginn und darauf folgende Eigenerklärungen hätten sich bewährt. Nicht die DAkkS sei für die Qualität der Hilfsmittelversorgung verantwortlich, sondern die gesetzlichen Krankenversicherungen mit ihren Vertragspartnern.
Die Resolution ist unter folgendem Link abrufbar: https://www.zdh.de/fileadmin/user_upload/themen/Sozial-und-Tarifpolitik/Gesundheitshandwerke/Resolution_GHW_PQ_DAkkS_final.pdf

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Dieser Artikel erschien im wöchentlichen Branchen-Informationsdienst MTD-Instant (MTD-Verlag).

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