Monitor Patientenberatung

Bericht über verunsicherte Hilfsmittel-Patienten

(MTD 22.6.2018) Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Dr. Ralf Brauksiepe, und der Geschäftsführer der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD), Thorben Krumwiede, haben den „Monitor Patientenberatung 2017“ vorgestellt.

Der Monitor beruht auf der Auswertung von rund 155.000 Beratungen der UPD. Er zeigt auf, welche Probleme und Herausforderungen Patienten immer wieder zu bewältigen haben. Etwa 3.000 Beratungen betrafen den Hilfsmittelbereich.

„Es läuft immer noch aus“

Auf drei Seiten geht der Bericht auf die Hilfsmittelversorgung ein. Die Überschrift „Es läuft immer noch aus“, spricht bereits Bände. Demnach beklagten sich viele Ratsuchende über unzureichende Qualität insbesondere bei Inkontinenzhilfsmitteln – und dies trotz der aufgrund des HHVG angestrebten qualitativen Verbesserungen im Hilfsmittelsektor.

Sorge wegen Stoma- und Inko-Ausschreibungen

Außerdem wandten sich gegen Ende 2017 viele Patienten an die UPD, weil sie Ausschreibungen bei der ableitenden Inko und im Stomabereich mit Sorge verfolgten. Nach Angaben der Ratsuchenden würden zudem viele Krankenkassen der Offenlegungspflicht von Hilfsmittelverträgen bisher nicht nachkommen oder die Inhalte seien für die Versicherten nur schwer aufzufinden.
Der „Monitor Patientenberatung 2017“ ist abrufbar unter: https://bit.ly/2LKZm5D

Copyright: MTD-Verlag 2018, Foto: BVMed

Dieser Artikel erschien im wöchentlichen Branchen-Informationsdienst MTD-Instant (MTD-Verlag).

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