Verband Versorgungsqualität Homecare (VVHC): Die Richtung stimmt


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(12/2021) Ende Oktober fand die jährliche Mitgliederversammlung des VVHC e.V. (Verband Versorgungsqualität Homecare) statt. In seinem Tätigkeitsbericht führte VVHC-Geschäftsführer Norbert Bertram die Aktivitäten des Verbandes seit der letzten (digitalen) Mitgliederversammlung im vergangenen Jahr auf. Auch wenn die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Bereich Homecare weitestgehend gleichgeblieben seien, habe die Corona-Pandemie das Versorgungsgeschehen begleitet, resümierte er. „Im Rahmen der persönlichen Versorgung der Patienten in deren häuslichem Umfeld waren deutlich erhöhte hygienische Maßnahmen notwendig. Dafür gab es von den gesetzlichen Krankenkassen, nach zögerlichem Beginn und zahlreichen Gesprächen und Verhandlungen mit dem VVHC, in der Regel erst ab Januar 2021, forciert durch eine Gesetzesänderung, einen separaten Hygienezuschlag“, bilanzierte er kritisch.

Erfolge an der Vertragsfront
In den Arbeitsgremien des VVHC wurden u. a. Vertragschecklisten für eine einheitliche Vertragsarbeit erstellt. In diesem Zusammenhang rief Bertram erneut als zentrale Forderung des VVHC in Erinnerung: „Das Vertragscontrolling der Kassen soll sich auf die Versorgungsqualität beziehen und nicht auf administrative Prüfungen. Die Qualität der Patientenversorgung soll in Verträgen vereinbart, von Leistungserbringern umgesetzt, von Krankenkassen kontrolliert und angemessen vergütet werden.“ Nicht einzelne Verträge mit einzelnen Unternehmen dürften der Benchmark für Vertragspreise sein, vielmehr müsse der allgemeine Marktdurchschnitt inklusive der laufenden Kostensteigerungen berücksichtigt werden. Dass sich der kontinuierliche Einsatz für die Branche lohne, habe das Klageverfahren mit der DAK im Bereich Trinknahrung sowie das Schiedsverfahren mit der Barmer im Bereich Stoma gezeigt. Beide Verfahren wurden letztendlich mit einem Vergleich beendet, mit denen die Mitgliedsunternehmen des VVHC zufrieden sein könnten. Die Arbeit des VVHC werde im Markt registriert. Das spiegelt sich laut Bertram in der Mitgliederzahl des VVHC wider. Seit April 2018 hat sie sich von 25 auf 76 verdreifacht, Tendenz weiter steigend. Insgesamt vertritt der VVHC in Vertragsverhandlungen im Bereich Homecare über 900 Unternehmen.

Blick nach vorn
Für 2022 stehen weiterhin eine konsequente Vertragsarbeit im Mittelpunkt der Verbandsarbeit, ebenso die Weiterführung der Gremienarbeit innerhalb des VVHC. Im Blickpunkt steht auch die weitere Entwicklung in den Bereichen TI (Telematik-Infrastruktur) und E-Verordnung, die der VVHC eng mit seinen Fördermitgliedern begleiten wird. Bertram: „Dabei geht es um die Mitgestaltung einer zukunftssicheren und wirtschaftlichen Homecare-Versorgung in einem digitaler werdenden Umfeld.“

Neuer Vorstand
Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde auch ein neuer Vorstand gewählt. Notwendig wurde das, weil Thomas Piel (RSR) und Norbert Schütze (noma-med) ihre Posten zur Verfügung gestellt hatten. Zum neuen Vorstandsvorsitzenden gewählt wurde Frank Scheipers (AKP Plus). Stellvertretende Vorstandsvorsitzende sind fortan Anja Faber-Drygala (Sanitätshaus Aktuell) und Dr. Boris Bromm (Fresenius Kabi). Den Vorstand komplettieren Sabine Gräfenstein (AS medi-team), Dr. Udo Richter (n:aip Deutschland), Daniel Koczyba (Sanitätshaus Koczyba) und Uwe Strehlow (Strehlow).

Der neue Vorstand (v.l.n.r.) mit VVHC-Geschäftsführer Norbert Bertram: Dr. Boris Bromm (Fresenius Kabi Deutschland), Frank Scheipers (AKP Plus), Sabine Gräfenstein (AS medi-team), Dr. Udo Richter (n:aip Deutschland), Anja Faber Drygala (Sani Aktuell), Daniel Koczyba (Sanitätshaus Koczyba) und Uwe Strehlow (Strehlow). Foto: VVHC

 

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