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MTDialog Juli 2015

WIRTSCHAFT 100 UNTERNEHMEN A ls Karl Wulfhorst aus dem ersten Weltkrieg mit einer Beinbehinderung zurückkehrte, musste er seinen Alltag fortan mit einigen Einschränkungen be- wältigen. Daher kam dem Inhaber des 1915 gegründeten Zweiradfachgeschäf- tes in Gütersloh die Idee, ein spezielles Fahrrad zu bauen. Für das Fahren eines Zweirades fehlten ihm Beweglichkeit und Gleichgewichtsvermögen. Um dies auszugleichen, baute er ein Fahrrad mit drei Rädern, das ihm half, die Balance zu halten: Grundlage für ein Familienunter- nehmen, das mittlerweile in vierter Generation besteht und im April sein 100-jähriges Bestehen feiern konnte. Das „Dreirad“ fand einen breiten Zu- spruch, da es viele Kriegsversehrte gab, und das Fahrzeug wurde über die Stadt- grenze hinaus bekannt. Das sonstige Sor- timent wie Rasenmäher, Nähmaschinen, Kurzwaren,GewehreundMunitionverlor zunehmend an Bedeutung. Neben Fahr- rad-Anhängern wurden vermehrt Dreirä- derambisheutebestehendenStammsitz in der Herzebrocker Straße 5 produziert. Kurz nach Ende des zweiten Weltkrie- ges übernahm Karls älteste Tochter Else mit ihrem Mann HugoTeismann die Ge- schäftsleitung. Dieser erfand das erste klappbare Dreirad und meldete dafür ein Patent an. 1985 übernahmen Harald Teismann und seine Frau Elke das Unternehmen. Das Dreirad wurde in vielen Varianten weiterentwickelt, die individuellen An- forderungen der Kunden rückten in den Vordergrund. Es wurde zudem eine Serie vonDreirädernentwickelt,diesichfürden innerbetrieblichen Transport in Unter- nehmen eignen (z. B. Automobilunter- nehmen,MieleinGütersloh)sowieRäder zu Werbe- und Verkaufszwecken. Wulfhorst besteht seit 100 Jahren Erfolg auf drei Rädern MTD 7/2015 Hier werden die Fahrräder montiert. Harald Teismann mit einem aktuellen Fahrrad-Modell. Die Dreiräder kommen auch bei Unternehmen zum Einsatz.

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