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MTDialog Juli 2015

102 UNTERNEHMENWIRTSCHAFT MTD 7/2015 Healthcare von Konica Minolta: Gewinnrückgang Mit einem Umsatzminus von 4,6 Prozent auf 78,5 Mrd. Yen und einem Rückgang des operativen Gewinns von 39,2 Prozent auf 2,7 Mrd. Yen hat die Healthcare- Sparte von Konica Minolta das Bilanz- jahr 2014/15 (31.3.) abgeschlossen. Maß- geblich hierfür ist eine Abkühlung des japanischen Heimatmarktes. Gute Ab- satzzahlen vermeldeten dagegen digitale Röntgensysteme, das neue Ultraschall- feld sowie Filmprodukte. Der Aufwand für den Einstieg ins Ultraschallgeschäft belastet den operativen Gewinn. ‹ PFM Medical steigert Umsatz und Ebit Im Geschäftsjahr 2014 hat die Kölner PFM Medical den konsolidierten Um- satz auf 95,4 Mio. Euro (+8 %) und das Ebit um 45,8 Prozent auf circa 9,6 Mio. gesteigert. Die Zahl der Mitarbeiter hat sich unternehmensweit von 450 auf 465 (Stand: 30.3.2015) erhöht. Erfreulich sei besonders der wachsen- de Umsatzanteil der Produkte, die man selber entwickelt habe und herstelle, er- klärte Aurel Schoeller, Vorstandsvorsit- zender der PFM Medical AG. Diesen Trend wolle die Gruppe weiter ausbauen. So produziere man die Laborgeräte seit April 2015 selber. International sehe man anhaltenden Erfolg in strategisch wichtigen Märkten. So würden die Herz- implantate in Nord- und Südamerika mit steigender Tendenz eingesetzt. Das Medizintechnik-Unternehmen konnte den Umsatzanteil der Produkte aus eigener Herstellung und Entwick- lung auf 47,1 Prozent steigern (2013: 43,5 %). Wachstumsträger bei den Pro- dukten und Dienstleistungen waren vor allem die Bereiche Therapiemanage- ment, Histotechnologie, kardiovasku- läre Technologien und chirurgische Im- plantate. Demgegenüber fiel das Wachs- tum im OP-Bedarf erwartungsgemäß geringer aus aufgrund des wettbewerbs- bedingt hohen Preisdrucks. Der deutliche Anstieg im Ergebnis sei auf verschiedene Einflussfaktoren zu- rückzuführen, wie etwa den Zuwachs im Segment Therapiemanagement so- wie die Kosten, die langsamer als der Umsatz wuchsen. International ist der Umsatzanteil mit 43,7 Prozent gegen- über 2013 (43,6 %) geringfügig angestie- gen, aufgrund des im Verhältnis starken Wachstums insbesondere in Deutsch- land. Den größten Umsatzanteil erzielte PFM neben Deutschland unverändert in den Schlüsselmärkten Nordamerika und Großbritannien. In Deutschland erwartet das Unter- nehmen einen nachhaltigen Zuwachs in der ganzheitlichen Patientenversorgung. Diese umfasst die gesamte Prozesskette von der Pflege bis hin zum Einsatz der eigenen Produkte. Um den Anforderun- gen der Patienten und Anwender beim Wechsel aus dem stationären in den ambulanten Bereich gerecht zu werden, wurden Therapiemanagement, OP- Bedarf und chirurgische Implantate zum Bereich Healthcare Solutions zu- sammengefasst. Im 1. Quartal 2015 konn- te die Unternehmensgruppe eine Um- satzsteigerung von rund 9 Prozent zum Vergleichszeitraum 2014 verzeichnen. ‹ Umsatzminus bei Promed Die Medisana AG erhöhte ihren Konzer- numsatz im Jahr 2014 von 41,9 Mio. auf 51,5 Mio. Euro (+23 %). Im Inland stiegen die Erlöse deutlich von 29,3 Mio. auf 36,2 Mio., im Ausland von 12,6 Mio. auf 15,3 Mio. Euro. Der Jahresverlust konnte von 4 Mio. auf 1,8 Mio. mehr als halbiert werden. Einbezogen wurden neun Toch- ter- und drei Enkelgesellschaften, die bis auf eine alle Vertriebsfirmen sind. Ins- gesamt wurden 154 Mitarbeiter beschäf- tigt (2013: 149), davon in Deutschland 114 (111). Der Einkauf bei verschiedenen Produzenten in Fernost erfolge über eine konzernfremde Beschaffungsgesellschaft. An der Promed GmbH (Farchant) hält man 66,8 Prozent. Sie ist mit einem Fir- menwert von 23.000 Euro und einem Buchwert für die Marke von 656.000 Euro in die Bilanz einbezogen. Die Promed kam inkl. der Nova GmbH auf einen Um- satz von 9 Mio. Euro (2013: 9,4 Mio.) und ein Jahresergebnis von 165.000 Euro. Das Portfolio umfasst die Marken Medisana, Promed, Happy Life, Ecomed sowieVitadock und die Segmente Mobile Gesundheit, Sport,Wellness, Therapie, Gesundes Zuhause und Körperpflege. ‹ Projektförderung Beurer gründet Stiftung Das Ulmer Unternehmen Beurer hat die Beurer-Stiftung gegründet. Mit den För- dermitteln sollen gezielt regionale und nationale Projekte zur Förderung be- nachteiligter Kinder, Jugendlicher und Frauen sowie die Erhaltung der Umwelt gefördert werden. Besonders in der För- derung von Ausbildungsmaßnahmen sieht die Stiftung die größte Hebelwir- kung der eingesetzten Mittel. Die Stiftung handelt autonom und unabhängig in ihren Entscheidungen. Beurer hat einen Teil des Unternehmens in die gemeinnützige Stiftung einge- bracht. Durch die zunehmende Interna- tionalität des Unternehmens, vertreten in 80 Ländern durch neun Tochterun- ternehmen und zahlreichen Partnern, wird die Beurer-Stiftung auch interna- tionale Projekte unterstützen. ‹ Ypsomed mit starker Geschäftsentwicklung Die Fa.Ypsomed in Burgdorf/Schweiz ist spezialisiert auf Produkte für Diabetiker. Im Geschäftsjahr 2014/15 konnte die Ypsomed-Gruppe den Umsatz um 11 Prozent auf 306,6 Mio. Franken er- höhen. Zu schaffen macht dem Unterneh- men seit Jahresbeginn 2015 allerdings der starke Franken. Das Ebit-Betriebs- ergebnis stieg trotzdem um 80 Prozent auf 28,5 Mio. Franken. Übrig blieben 19,4 Mio. Franken Reingewinn. Im Segment Delivery Devices (Pens und Pen-Nadeln) konnte mit dem frü- heren Hauptkunden Pharma-Unterneh- men Sanofi wieder ein Großauftrag ab- geschlossen werden.Weitere große Phar- mapartner sind GlaxoSmithKline und AstraZeneca. Dieses Segment konnte den Umsatz um 6,9 Prozent auf 151,7 Mio. und das Ebit von 9,3 Mio. auf 13,4 Mio. Franken erhöhen. Im Segment Diabetes Direct Business stieg der Umsatz um 16,3 Prozent auf 137,6 Mio. Franken. Das Betriebsergebnis wurde mit 13 Mio. Franken mehr als verdoppelt. ‹

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