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MTDialog Juli 2015

17 40 JAHRE MTD MTD 7/2015 2007 – Tiefer Schock der Sanitätshaus-Bran- che wegen des GKV-WSG mit seinen verpflichtenden Hilfsmittel-Aus- schreibungen. – Die Erkenntnis setzt sich durch, dass Einkaufsorganisationen demVergabe- recht unterliegen, wenn sie öffentliche Krankenhäuser als Mitglieder haben. 2008 – Hinsichtlich der Hilfsmittel-Ausschrei- bungen entpuppt sich das GKV-WSG als Desaster auf allen Ebenen – das GKV-OrgWG bringt Entspannung durch Verhandlungs- bzw. Beitritts- verträge sowie das Verbot von Depots. – Der Sprechstundenbedarf kommt in Gefahr, siehe Ausschreibungen der AOK Berlin und der Barmer. 2009 – Auch durch das Konjunkturpaket II mit einem Volumen von 1,4 Mrd. Euro kommt die Medizintechnik mit rela- tiv wenig Blessuren durch die Krise. – Das Bundessozialgericht verbietet Dumpingpreise bei Ausschreibun- gen; die betreffenden Anbieter sind aus dem Verfahren auszuschließen. 2010 – Die Medizintechnik-Branche blickt nach dem relativ gut überstandenen Krisenjahr hoffnungsfroh in die Zu- kunft. – Das sog. Mako-Urteil verhindert, dass die Krankenkassen wieder zu Aus- schreibungen zurückkehren müssen. – HMM und die Barmer GEK entfachen Besorgnis bei den Hilfsmittel-Leis- tungserbringern hinsichtlich der Monopolstruktur und überhöhter Preise. – Die Präqualifizierung setzt sich durch. 2011 – In der Medizintechnik hat sich die Dominanz des Käufermarktes verfes- tigt, u. a. wegen der Exportinitiative und der guten Konjunktur ist die In- dustrie in guter Stimmung, auch hin- sichtlich des Standortes Deutschland. – Experten meinen, dass sich die Sani- tätshäuser stärker um den sich ent- wickelnden Privatmarkt kümmern sollten. – Als neuer Markt kommt Ambient Assisted Living (AAL) ins Spiel. – Das Bundessozialgericht kassiert die von den Kassen vertraglich geforder- ten Stoma-Fachkräfte. – Heiß diskutiert werden die Präquali- fizierung und Korruption. Letztere führt zu einer Verschärfung der ärzt- lichen Berufsordnung. 2012 – Beim Geschäft mit den Krankenhäu- sern werden Systemanbieter und -partnerschaften immer wichtiger. – Die Einkaufsorganisationen der Krankenhäuser kapieren langsam, dass an den Preisen nichts mehr zu machen ist; Prozesskosten treten langsam in den Vordergrund. – Roeser übernimmt Klingenfuß und EHS, die GHD GesundHeits GmbH Deutschland den Exklusivvertrieb für enterale Ernährungsprodukte der Firmen Abbott und Nestlé. – Der Bundesgerichtshof urteilt, dass korrupte Kassenärzte nicht dem Strafgesetzbuch unterliegen, weil sie keine Amtsträger sind. Im SGB V gibt es aber eine Verschärfung der Be- stimmungen durch das GKV-Versor- gungsstrukturgesetz. 2013 – Der GKV-Spitzenverband regelt die Qualifikation des fachlichen Leiters im Rahmen der Präqualifizierung und die fünfjährige Berufspraxis als ausreichende Qualifizierung für eini- ge Produktgruppen für Vertragspart- nerschaften mit den Kassen. – Das Patientenrechtegesetz bringt eine Beschleunigung im Genehmi- gungsverfahren für Hilfsmittel. – Ausschreibungen für Schlaftherapie- und Antidekubitus-Produkte ver- deutlichen den Qualitätsverfall. – In der Medizintechnik bekommt der Nutzennachweis eine immer stärkere Bedeutung. 2014 – Großes Thema ist die geplante EU- Richtlinie für Medizinprodukte mit Nutzenbewertungen und einer ur- sprünglichen Verankerung einer zentralen Zulassungsstelle für Medi- zinprodukte. – Spektakuläre Übernahmen sind Carefusion durch Becton Dickinson, Trumpf Medizin Systeme durch Hill- Rom, Berchtold durch Stryker, Döll durch Stoss-Medica, Schulte-Derne durch Geers, Nicolai-Vital-Resort durch Droege, Medi1one durch Fre- senius Kabi und GHD durch Nordic Capital. – Die Rollstuhl-Ausschreibung der DAK sorgt für große Aufregung. RS

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