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MTDialog Juli 2015

18 40 JAHRE MTD MTD 7/2015 In immer kürzeren Abständen versu- chen die verschiedenen Bundesregie- rungen das Gesundheitswesen neu zu ordnen. Im Vordergrund stehen meist monetäre Aspekte. Es wird versucht, den Ausgabenanstieg zu begrenzen oder nach Möglichkeit sogar zurück- zuführen. Die Zahl der Gesetze, über die MTDialog in den letzten 40 Jahren berichtete, ist kaum mehr zu über- blicken. Den Reigen eröffnete seiner- zeit der damalige Arbeits- und Sozial- minister Herbert Ehrenberg (1976 bis 1982). Die Flut der gesetzlichen Maß- nahmen haben sich bis zum heutigen Gesundheitsminister Hermann Gröhe fortgesetzt. D och haben die Reformen ihre Ziele eigentlich erreicht? Wenn man nur auf die letzten 15 Jahre zurückblickt, sind Zweifel angesagt. Hier ein Blick auf die Gesetzesreformen und auf den jeweils gültigen durchschnittlichen Beitragssatz für die Versicherten: 2000: GKV-Gesundheitsreform (13,57 %) 2001: Arzneimittelbudget-Ablösungs- gesetz ABAG (13,58 %) 2002: Pflegeleistungs-Ergänzungsge- setz (13,98 %) 2002: Pflege-Qualitätssicherungsge- setz (13,98 %) 2002: Gesetz zur Reform des Risiko- strukturausgleichs RSA (13,98 %) 2002: Arzneimittelausgaben-Begren- zungsgesetz AABG (13,98 %) 2003: Krankenhaus-Entgeltgesetz (14,31 %) 2003: Beitragssicherungsgesetz BSSichG (14,31 %) 2003: Fallpauschalengesetz FPG (14,31 %) 2004: GKV-Modernisierungsgesetz GMG (14,22 %) 2006: Arzneimittelversorgungs-Wirt- schaftlichkeitsgesetz AVWG (14,21 %) 2007: Vertragsarztrechts-Änderungs- gesetz VÄndG (14,8 %) 2007: GKV-Wettbewerbsstärkungsge- setz GKV-WSG (14,8 %) 2008: Pflege-Weiterentwicklungsgesetz (14,9 %) 2009: Gesetz zur Weiterentwicklung der Organisationsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversi- cherung GKV-OrgWG (15,2 %) 2009: Krankenhausfinanzierungsre- formgesetz KHRG (15,2 %) 2010: Gesetz zur Änderung kranken- versicherungsrechtlicher und anderer Vorschriften (14,9 %) 2011: Arzneimittelmarkt-Neuord- nungsgesetz AMNOG (15,5 %) 2011: GKV-Finanzierungsgesetz GKV- FinG (15,5 %) 2012: GKV-Versorgungsstrukturgesetz GKV-VStG (15,5 %) 2012: Pflege-Neuausrichtungsgesetz PNG (15,5 %) 2012: Psychiatrie-Entgeltgesetz PsychEntgG (15,5 %) 2013: Patientenrechtegesetz (15,5 %) 2013: Krebsfrüherkennungs- und -registergesetz (KFRG) 15,5 %) 2013: Apothekennotdienst-Sicherstel- lungsgesetz ANSG (15,5 %) 2013: Gesetz zur Beseitigung sozialer Überforderung bei Beitrags- schulden in der Krankenversi- cherung (15,5 %) 2014: 14. SGB-V-Änderungsgesetz (15,5 %) 2015: Gesetz zur Weiterentwicklung der Finanzstruktur und der Qua- lität in der gesetzlichen Kranken- versicherung 2015: Erstes Gesetz zur Stärkung der pflegerischen Versorgung und zur Änderung weiterer Vorschrif- ten Und was ist derzeit noch alles in der Pipeline? Zu nennen sind das GKV-Ver- sorgungsstärkungsgesetz, das E-Health- Gesetz, das Anti-Korruptionsgesetz, das fünfte SGB-IV-Änderungsgesetz, das Prä- ventionsgesetz, die zweite Stufe des Pfle- gegesetzes. Die Gesetzes-Inflation geht weiter. ‹ Ein Gesetz jagt das andere Foto:Fotolia

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