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MTDialog Juli 2015

20 40 JAHRE MTD MTD 7/2015 Oft führen Zufälle zu den guten Ideen. Auch bei der Fachzeitschrift MTDialog stand der Zufall Pate – ergänzt durch eine konsequente Zielsetzung. Nötig ist aber auch die tatkräftige Unter- stützung durch Freunde. Klaus Witzer, Gründer und langjähriger Inhaber des MTD-Verlages, erinnert sich an die Anfänge der Fachzeitschrift MTDialog mit all ihren Geburtswehen. N ach fast 20 Jahren im väterlichen Branchen-Betrieb gab es einige Er- eignisse, die mich veranlassten, eigene Wegezugehen.SieführtenmichzurSWV, der damals bedeutendsten ärztlichen Wirtschaftsvereinigung.Sehrschnellstieg ich dort in der Hierarchie bis in die Ge- schäftsführung auf, erlebte gleichzeitig aber auch bittere Niederlagen. So verlor ich Ende 1972 die Leitung des Warenge- schäftes, weil ich mit den maßgeblichen Ärzten, die die SWV bestimmten, absolut nicht konform ging. Das, was wie ein Absturz aussah, war letztlich aber mein Glück. Im Geld schwimmend, sollte 1972 eine Stiftung ins Leben gerufen werden, die Ärzten be- triebswirtschaftlich, organisatorisch und bei der Gründung von Laborgemein- schaften helfen sollte. Die Leitung dieses Bereiches übernahm ich. Die Arbeit löste mich vomWarengeschäft und vermittelte mir dafür sehr intime Einblicke in das wirtschaftliche Denken und Handeln der Ärzteschaft. Da ich in dieser Funktion noch immer der Geschäftsführung angehörte, bekam ich sehr früh mit, wie sich der Untergang der Firma anbahnte. ln dieser Phase rief mich im Herbst 1973 ein alter Freund an und fragte, ob ich eventuell an einer ganz anderen Aufgabe interessiert sei. lch war es und kam rechtzeitig vor dem Konkurs der SWV bei der Amefa in eine Führungsposition. Bei der Amefa hatte ich nur ein kurzes, für mich aber sehr wichtiges Gastspiel. Schon nach acht Wochen habe ich die Amefawiederverlassen.Daswareinmuti- ger und riskanter Schritt, wollte ich mich doch als Berater für Arztpraxen selbst- ständig machen. Doch es kam anders. In der kurzen Zeit bei der Amefa lernte ich Fred Sauermann kennen. Er war Mit- glied und hatte außer seinen verschiede- nen Fachgeschäften und seiner Photo- meterfabrik noch einen kleinen Verlag, der in unregelmäßigen Abständen einen Medizintechnik-Katalog herausgab. Die- serVerlag war Sauermanns Hobby, wenn dasWetter Segeln auf dem Bodensee ver- eitelte.IndieserZeitpassteoffensichtlich das Wetter, ein neuer Katalog war längst überfällig. Als mein Ausscheiden aus der Amefa feststand, rief mich Sauermann an und fragte mich, ob ich nicht den Verlag machen wolle.Wir wurden handelseinig, was einen Umzug von Stuttgart in die Region um Lindau am Bodensee nötig machte.DerUmzugslastwagenfuhrnach Wangen im Allgäu. Meine Arbeit als Ver- leger begann am 1. Juni 1974. Doch vorher war es noch zu einer ganz wichtigen Begegnung gekommen. Die Amefa war sehr daran interessiert, von meinen profunden Erfahrungen mit den Ärzten zu profitieren. In der noch ver- bleibenden Zeit vor meinem Ausschei- den reiste ich durchs Land und hieltVor- träge – u. a. auch bei der Fa. AD. Krauth in Hamburg. Bei dieser Gelegenheit er- kundigte sich Unternehmenschef Kurt Widensohler nach meinen weiteren Zielen. Es war ein offenes Gespräch. So sprachen wir über meinen Traum, einen Informationsdienst für die Branche ins Leben zu rufen. Widensohler war Feuer und Flamme und riet mir zu einer Fach- zeitschrift, weil die damals einzige Fach- zeitschrift „Medizinal Markt“ immer stärker in die Theorie abdriftete. Der Keimling für den MTDialog war in mir gepflanzt und Kurt Widensohler unter- stützte mich als Vorsitzender des Bun- desverbandes tatkräftig bei der Realisie- rung. Erinnerungen So entstand der MTDialog von Klaus Witzer

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