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MTDialog Juli 2015

21 40 JAHRE MTD MTD 7/2015 Inzwischen war der überfällige MT- Katalog erschienen. Meine Frau und ich konnten kurze Zeit davon leben, doch ein weiteres, neues Objekt war dringend nötig. So fuhr ich im Herbst 1974 nach Augsburg zur Tagung des Bundesver- bandes. Hanns Cotta, inzwischen neuer Präsident des Bundesverbandes, räumte mir Zeit zur Vorstellung der geplanten, eigenen Verbandszeitschrift ein. Doch mitten in meinemVortrag nahm das Un- glück seinen Lauf. Rudolf Kleinknecht aus Erlangen erlitt einen Herzanfall, die Tagung wurde abgebrochen – und ich hing in den Seilen. Ich wusste nicht, ob mein Plan bei den Verbandsmitgliedern auf Akzeptanz stieß. Doch Kurt Widen- sohler und die anderen Mitglieder des Vorstandes machten mir Mut. Deshalb liefen die Vorbereitungen weiter. Aus den völlig unzulänglichen Räum- lichkeiten hinter Sauermanns Waren- lager in Lindau, wo ich meine ersten Verlegerschritte unternahm, waren wir inzwischen ausgezogen. Wir, das waren meineteilzeitbeschäftigteFrau,derHund und ich. Amtzell wurde unser neuer ge- schäftlicher und privater Mittelpunkt. Neue Heimat desVerlags wurde ein klei- nes, idyllisches Haus aus der Jahrhun- dertwende, in das wir uns einmieteten. Es schmerzte schon ein wenig, als wir Jahre später innerörtlich wegen Platz- mangels umziehen mussten. ln Amtzell angekommen, ging es zügig mit den Vorbereitungen der ersten MTD-Ausgabe voran. Damals gab es für kleine Firmen noch keine erschwingli- chen Computer. Wir investierten in eine IBM-Kugelkopf-Maschine – damals das Nonplusultra. Eine „Rebuild“ wäre aus- reichend gewesen, aber derVertreter war sehr tüchtig und überzeugte mich, dass der letzte Schrei, eine Maschine mit Speicher, für uns angemessen sei. Wir konnten tatsächlich bis zu 2.000 Adres- sen speichern, nur das Wiederfinden stand auf einem anderen Blatt. Eine ganz neu eingestellte Mitarbeiterin verlor im Kampf mit den Tücken der Maschine die Nerven, schmiss die Bürotür zu und ward nie mehr gesehen. Zur lnterhospital 1975 in Düsseldorf erschien die Erstausgabe der Fachzeit- schrift MTDialog. Der Titel sollte Pro- gramm sein und die Kräfte der Branche zusammenführen, anstatt sie in sinn- losen Konfrontationen zu vergeuden. Von Anbeginn war es mein Anliegen, im gegenseitigenVerständnis von Fachhan- del und lndustrie nach besseren Wegen zu suchen. Diese Linie habe ich selbst durchgehalten und ich bin darüber froh, dass Rolf Schmid als mein Nachfolger in der Chefredaktion daran bis zum heuti- genTage festhält. Der Beifall für das neue Branchenorgan war übrigens von der Nr. 1 an groß, obwohl es aus heutiger SichteinbescheidenesProduktwar.Doch sehen Sie selbst, die Erstlingsausgabe liegt bei. ‹

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