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MTDialog Juli 2015

27 SANI-WELTSANI-INFO MTD 7/2015 Beachtenswert ist, dass sich die saar- ländischeGesundheitsministerinMonika Bachmann in den Fall einschaltete. Sie appellierte an die Krankenkassen, nicht nur auf den Preis, sondern auch auf die Qualität von Hilfsmitteln und die Bera- tung zu achten. Zuzahlungen für eine bessere Versorgungsqualität lehnte die Ministerin ab. Sie warnte vor einer Ab- kehr vom Sachleistungsprinzip. Dabei bezog sie sich nicht nur auf Inkontinenz- Hilfsmittel. Es könne nicht hingenom- men werden, dass „am Ende einer Aus- schreibung klapprige Rollstühle, un- dichteWindelnoderschlechteRollatoren übrig bleiben“. Die Ausschreibungspraxis müsse überdacht werden, forderte Bach- mann. DieAOKentgegneteaufdieKritik,über die inzwischen mehr als 200 Vertrags- partner könne eine „qualitativ hochwer- tige, aufzahlungsfreie“ Inko-Versorgung sichergestellt werden. Die Vergütungs- forderungen des Apothekervereins lägen bei gleichen Qualitätsstandards über dem„wirtschaftlichenAbrechnungspreis anderer Leistungserbringer“, so die AOK gegenüber der „Deutschen Apotheker- Zeitung“. Vom Saarland nach Bayern: Die baye- rische Landtagsabgeordnete Reserl Sem führte ein Gespräch mit Patienten, Sani- tätshäusern (Wöllzenmüller & Waxen- berger Rehatechnik, Sanitätshaus Göld- ner/beide Eggenfelden). Dabei teilte sie nach einem Bericht der„Passauer Neuen Presse“ die Befürchtungen, dass sich die Hilfsmittel-Versorgung durch Ausschrei- bungen verschlechtern könnte. Sie sagte den Betrieben politische Unterstützung zu. IKK gesund plus: Keine „Billigwindeln“ Nach der wachsenden öffentlichen Kri- tik von Medien und Politikern an Hilfs- mittelausschreibungen distanziert sich inzwischen auch eine Krankenkasse von diesemVersorgungssystem: So stellte die IKK gesund plus (Magdeburg) klar, dass „bei der Inkontinenzversorgung für Ver- sicherte keineVerträge mit sogenannten ,Billiganbietern‘ geschlossen werden“. Entsprechende pauschale Vorwürfe, Krankenkassen würden auf Kosten von Senioren sparen, seien für die IKK aus- zuschließen. „Die Diskussion über die Ausschrei- bungspraxis kann ich nicht nachvollzie- hen“, erklärte Uwe Schröder, Vorstand der IKK gesund plus. Im Rahmen von Ausschreibungen sei es möglich, neben den Preisen auch Einfluss auf die Qua- lität der Hilfsmittel zu nehmen. Dies sei für „eine qualitätsgesicherte Versorgung enorm wichtig“ und werde daher von der IKK „seit Jahren erfolgreich prakti- ziert“. Sie definiere neben dem Preis konkrete Qualitätsanforderungen für die Produkte, die die Versicherten erhalten. Damit zahle man letztlich höhere Preise, „dafür sind unsere Versicherten mit den Produkten aber zufrieden“, so Schröder. So sei die geringe Anzahl von Beschwerden entgegen dem bundeswei- ten Trend im Bereich der aufsaugenden Inkontinenzartikel bei der Kasse seit Jah- ren rückläufig. Fernsehbeitrag: Proteste führen zum Einlenken Wie Protest von Versicherten zum Ein- lenken der Krankenkassen führen kann, zeigte ein Beitrag im Magazin „was!“ im RBB-Fernsehen (Sendung vom 3. Juni). Es ging um unzureichende Versorgung mit Inkontinenzprodukten bzw. eine hohe Aufzahlungvonmonatlichüber100Euro. Außerdem wurde der Fall einer Elektro- Rollstuhl-Nutzerin vorgestellt, die von einem Sanitätshaus betreut wird, das mehr als 100 Kilometer entfernt liegt, so- dass sie tagelang auf den Reparaturser- vicewartenmuss.InbeidenFällenhaben jedoch die Proteste geholfen, sodass die Versicherten wieder eine aufzahlungs- freie bzw. wohnortnahe Versorgung er- halten. ‹ Ihr direkter Draht zu uns: 0800 7363933 www.renew-medical.de • hygienische Alternative zu Einlagen und Windelhosen • weich, angenehm und einfach anzuwenden • dichtet sicher den Darm von innen ab AD-067RevA Die zuverlässige Hilfe bei Darmschwäche „Zurück zum selbstbestimmten Leben“ Neu und revolutionär Ihr direkter Draht zu uns: 08007363933

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