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MTDialog Juli 2015

3MTD 7/2015 40 MTD-Jahre im Wandel der Zeit MEINUNGUNTER UNS GESAGT L iebe Leserinnen und Leser, Ihre Fach- zeitschrift MTDialog feiert dieses Jahr den 40. Geburtstag. In unserer schnellle- bigen Zeit ist dies schon ein Grund, die Tagesordnung für einen Moment zu ver- lassen. Die Redaktion würdigt das Jubi- läum nicht nur mit einem Rückblick auf 40 Jahre Branchengeschichte, der natür- lich nur unvollständig einige Streiflichter hervorheben kann. Firmengründer Klaus Witzer, den viele von Ihnen noch persönlich kennen und der mit dem MTD-Verlag immer noch eng verbunden ist, erzählt in einem Bei- trag die Entstehungsgeschichte des Ver- lags und des MTDialogs. Abgedruckt ist auch eine gekürzte Fas- sung eines Vortrags des vor zehn Jahren verstorbenen Kurt Widensohler vom da- maligen Fachhandels-Branchenprimus AD. Krauth in Hamburg, der nicht nur die Stimmungslage der Fachhandelsbranche vor 40 Jahren beschreibt, sondern in sei- nen visionären Aussagen heute noch aktuell ist. Und schließlich veröffentlichen wir noch einige Stimmen von Meinungsbild- nern aus der Hilfsmittel- und Medizin- technik-Branche. Bitte sehen Sie es uns nach, falls jemand vergessen worden ist. Besonders freuen wir uns aber darüber, dass wir Ihnen in dieser MTD-Ausgabe einen Nachdruck der Erstausgabe aus dem Jahre 1975 beilegen können. Sehr wichtig ist es mir, bei dieser Gele- genheit Ihnen, unseren Lesern, Kunden und auch Freunden, im Namen des ge- samten MTD-Teams einen Dank für Ihre Treue auszusprechen. Wir sind stolz auf die vielen Firmen – seien es Medizintech- nik- oder Hilfsmittel-Hersteller, Sanitäts- häuser, medizintechnische Fachhändler, Großhändler oder Krankenhäuser und Krankenkassen –, die wir von Beginn an zu unseren Abonnenten zählen dürfen. Nicht nur Unternehmen, sogar viele Ein- zelpersonen lesen den MTDialog seit 40 Jahren. Dies verdeutlicht die Kontinui- tät in unserer Branche. Und trotzdem ist die Medizinprodukte- Branche eine agile und lernwillige Bran- che, die sich nicht an alte Zöpfe klam- mert, sondern sich den Herausforderun- gen stellt und einem Wandel unterwor- fen ist. Nehmen wir den Fachhandel. In der Anfangsphase war der Fachhan- del insgesamt in einem Verband organi- siert. Aus gutem Grund. Viele Firmen hat- ten Medizintechnik für Arztpraxen und Krankenhäuser sowie die Hilfsmittel für Patienten unter einem Dach. Teilweise von identischen Personen wurden mor- gens die Instrumente aus dem Kranken- haus zur Reparatur abgeholt, mittags der Rollstuhl angepasst und nach Feierabend die hauseigenen Prospekte zum Versand an die Arztkunden eingetütet. Diese Firmen gibt es noch; allerdings agieren sie heute abteilungsbezogen pro- fessionell und sind als Profitcenter orga- nisiert. Die meisten Händler haben sich aber spezialisiert oder eine Aufspaltung in unabhängige Firmen vorgenommen. Selbst diese Sanitätshäuser und medizin- technischen Handelsunternehmen haben sich dann meist weiter spezialisiert. Sani- tätshäuser haben Schwerpunkte bei Sani- tätsartikeln, Orthopädie- oder Reha-Pro- dukten oder kümmern sich intensiv um die häusliche Krankenversorgung. Auch die medizintechnischen Fachhändler ver- sorgen nicht mehr alle medizinischen Einrichtungen mit allen Produkten. Die einen konzentrieren sich auf niedergelas- sene Praxen, während andere sich den Krankenhäusern als Partner anbieten. Selbst bei den Produkten wird differen- ziert. So sind die einen Spezialisten im Geräte- bzw. Investitionsgüter-Bereich, die anderen verkaufen als professionelle Logistiker Verbrauchsmaterialien. Allen Fachhändlern ist aber eigen, dass sie sich heute als umfassende, kompe- tente Dienstleister zum Wohle ihrer Kun- den präsentieren. Organisatorisch ist die- ser Wandel auch bei den Interessenver- tretungen festzustellen. So wurde aus einem Bundesverband durch Zellteilung der Bundesverband des Sanitätsfachhan- dels (BVS) und die Zentralvereinigung Medizintechnik (ZMT), beides Verbände, für die der MTDialog offizielles Organ ist. Auch bei den Industrie-Partnern des Fachhandels gab es vergleichbare Ent- wicklungen. Neben der Spezialisierung auf bestimmte Produkte und Zielgruppen ist in den letzten Jahren noch eine ande- re Art der Spezialisierung festzustellen: Nicht mehr die Produkte oder die unter- schiedlichen Endkunden, sondern die Abdeckung mit Produkten für Krankheits- bilder oder Körperregionen, wie z. B. die Kardiologie, stehen im Fokus. Die Folgen dieser Konzentration: Systemanbieter. Wenn sich die Kunden des MTD-Verla- ges wandeln, dann muss sich dies auch auf den MTDialog niederschlagen. Selbst sehen können Sie dies beim Vergleich mit der beiliegenden Erstausgabe. Aber nicht nur Layout und Umfang sind anders, auch inhaltlich hat sich die Fachzeitschrift gewandelt. Nach wie vor sind wir aber unseren originären Zielgruppen aus dem Hilfsmittelbereich und der Medizintech- nik und insbesondere dem Fachhandel treu geblieben. MTDialog will für die gesamte Medizin- produkte-Branche interessante Informa- tionen liefern, wobei der Fokus auf Markt und Wirtschaft liegt. Und wie schon der Titel signalisiert, verstehen wir uns als Dialogplattform für unsere Leser. Und dies soll so bleiben – bis zum nächsten Jubiläum und darüber hinaus. Ihr

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