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MTDialog Juli 2015

33 SANI-WELTSANI-INFO MTD 7/2015 Rund um das Rezept Doch der Umgang mit Rezepten wirft weitere Fragen auf, zum Beispiel wie ein Rezept zum Leistungserbringer gelan- gen darf. Hier steht fest: Das Rezept muss dem Patienten ausgehändigt wer- den. Auch auf ausdrücklichen Wunsch ist es nicht erlaubt, dass ein Sanitätshaus das Rezept beim Arzt abholt oder dieser es bringt. Genauso sehen die Versor- gungsverträge der Sanitätshäuser mit der gesetzlichen Krankenkasse in der Regel vor, dass die Leistungen durch das Sanitätshaus persönlich in deren Laden- geschäft erbracht werden. Ein Versen- den der Hilfsmittel per Post ist damit un- zulässig, so Müller, wobei die Versor- gungsverträge abweichende Regeln ent- halten können. Finanzielle und strafrechtliche Konsequenzen BestehtderVerdacht,dassmehrfachnach demselben Muster gegen Vorschriften verstoßen wurde, werden alle Abrech- nungen des Leistungserbringers infrage gestellt und die Zahlung dieser Leis- tungen durch die Krankenkasse oder die Kassenärztliche Vereinigung verweigert, bis nachgewiesen ist, dass sie formell korrekt sind. Darüber hinaus droht ein Regress über alle Zahlungen der Kran- kenkasse rückwirkend für vier Jahre, auch wenn die Leistung zur vollsten Zufriedenheit des Kunden erbracht wurde. Gesetzliche Schrauben werden weiter angezogen Neben Geldstrafen können Leistungser- bringer und Ärzte beiVerstoß bis zu zwei Jahre von der Versorgung der Versicher- ten ausgeschlossen werden, Ärzten kann die Zulassung entzogen werden. Zum aktuell viel diskutierten § 299 a StGB (Be- stechlichkeit und Bestechung im Ge- sundheitswesen) sagte Müller: „Er wird kommen; aber in welcher Form, ist noch unklar. Bis jetzt haben wir außer Vor- schlägen nichts vorliegen.“ Damit wird das Strafrecht zum bislang geltenden Wettbewerbs-(§7HWG),Berufs-(§§30ff. MBO-Ä) sowie Sozial- (§ 128 SGBV) und Verbandsrecht (Industriekodizes) hinzu- kommen und die Sanktionierung beiVer- stößen gegen das Zuwendungs- und Be- teiligungsverbot weiter verschärft. Legale Chancen nutzen Trotz aller Einschränkungen wies Müller abschließend darauf hin, dass es legale Kooperationsmodellegibt,diedieZusam- menarbeit erleichtern und die Versor- gungsqualität sichern sollen, z. B. Medi- zinische Kooperationsgemeinschaften, Disease-Management-Programme(DMP) oder Integrierte Versorgungen (Case Management). ‹ Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Arzt und Sanitätshaus rechtlich sauber? Antworten darauf gab Dipl.-Pflegewirt Thorsten Müller. info@beoberlin.de www.beoberlin.de CE-AKTE ERSTELLEN HiMi-Nr. BEANTRAGEN BEO BERLIN FRAGEN! Großartige Neuerfindung einer Gehhilfe sucht interessierte Firma zur Ideenumsetzung! Es handelt sich bei diesem Gerät um einen umgebauten bzw. abgewandelten Rollator mit einer festen Querstange, anstatt der Haltegriffe re. u. li., auf die das eigene Gewicht verlagert werden kann. Das Gerät eignet sich hervorragend für laufeingeschränkte, behinderte und adipöse Personen und für Menschen mit Bandscheibenvorfall sowie Schmerzpatienten in Krankenhäusern und Reha-Einrichtungen. Das Gerät kann auch Personen mit Neuroschäden, wie Parkinson o. Ä., sowie frisch Operierten Festigkeit und Halt beim Wiedererlernen des Laufens geben, da es das eigene Gewicht trägt und man das Gerät nicht nur vor sich herschiebt wie bei herkömmlichen Gehhilfen. Kontaktadresse: engelen_hennings@web.de

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