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MTDialog Juli 2015

34 SANI-INFOSANI-WELT MTD 7/2015 Gestiegenes Dollarrisiko RehaVital fordert stabile Preise Die RehaVital-Gruppe schlägt Alarm. DerVerfall des Euro gegenüber dem Dollar, im Mittelwert 22 Prozent seit An- fang 2015, und die damit verbundenen Preiserhöhungen einiger Hersteller im Standardsegment würden Sanitätsfach- geschäfte und Gesundheitsbetriebe be- sonders hart treffen. Der Grund: Von den Kassen erhalten sie lediglich die vertraglich vereinbarten, knapp kalku- lierten Vergütungssätze. Gerade deshalb seien die Betriebe nun besonders von den wechselkursbedingten Preiserhö- hungen bei Reha-Produkten betroffen. Wie prekär die Situation ist, untermau- erte RehaVital in einer Stellungnahme Mitte Juni anhand folgender Zahlen: Im Bereich der Reha-Produkte sind ca. 30 Prozent des RehaVital-Beschaffungs- volumens – zusammen 27 bis 29 Mio. Euro – von den Preiserhöhungen der Hersteller betroffen: ■ praktisch alle Rollatoren (außer Topro- Rollatoren, Produktion in Norwegen) ■ alle Standard-Stahlrollstühle ■ mehr als 80 Prozent der Lagerungs-/ Multifunktionsrollstühle ■ mehr als 90 Prozent der Leicht- gewichtrollstühle ■ knapp 30 Prozent der E-Rollstühle ■ über 90 Prozent der Scooter ■ über 90 Prozent der Toilettenrollstühle Zwar sei es RehaVital bisher durch„harte Verhandlungen, langfristig ausgelegte Vereinbarungen mit verbindlichen Ab- nahmemengen sowie hohe Marktanteile“ weitgehend gelungen, Preiserhöhungen zu vermeiden bzw. auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Mittelfristig sei eine solche Preiserhöhung aber un- umgänglich, wenn sich der Euro nicht erhole, heißt es vonseiten der RehaVital. RehaVital sieht Kassen in der Pflicht Vor diesem Hintergrund fordert Reha- Vital-Geschäftsführer Ralf Kaspar Kem- merling von den Krankenkassen, Augen- maß zu behalten und nicht länger zu versuchen, die Preise für Hilfsmittel zu drücken. Zumindest Preisstabilität sei notwendig, wenn gute und sinnvolle Patientenversorgungen auch in Zukunft gewährleistet werden sollen. „Es kann nicht der Wille der Kassen sein, diese Risiken auf die Schwächsten in dieser Kette,nämlich diePatienten, abzuwälzen“, erklärt Kemmerling. „Darum fordern wir die Krankenkassen auf, mit uns in einen Dialog zu entsprechenden Lösungs- ansätzen einzutreten. Das ist von ele- mentarer Bedeutung für die gesamte Branche und die Patienten.“ Parallel dazu will sich die RehaVital nach eigenen Angaben auch mit ihren Lieferanten regelmäßig austauschen, um kurzfristig die Währungsprobleme lösen zu können. Zudem suche man, so Kemmerling, nach alternativen Bezugs- quellen, um mittelfristig aus der direk- ten Dollarkurs-Abhängigkeit zu kom- men und somit eine langfristige Pla- nungssicherheit zu erreichen. ‹ Präqualifizierung im Bereich Dekubitus und Tracheostoma Der GKV-Spitzenverband hat die seit dem 1. Januar 2011 geltenden Empfeh- lungen für eine einheitliche Anwendung der Anforderungen an eine ausreichen- de, zweckmäßige und funktionsgerech- te Herstellung, Abgabe und Anpassung der Hilfsmittel nach § 126 Absatz 1 Satz 3 SGB V mit Wirkung vom 1. Juli 2015 zum vierten Mal fortgeschrieben. Wesentli- cher Fortschreibungsinhalt war die Auf- nahme von weiteren Nachqualifizie- rungsmöglichkeiten für die fachliche Leitung für die Versorgungsbereiche 11 „Hilfsmittel gegen Dekubitus“ und 12A „Hilfsmittel bei Tracheostoma“ in Ver- bindung mit 27A „Sprechhilfen“. Leis- tungserbringer, die die in den Eignungs- kriterien vorgesehenen Anforderungen an die berufliche Qualifikation des fach- lichen Leiters nicht erfüllen, erhalten so die Möglichkeit, die Nachqualifizierun- gen bis zum Ablauf der Bestandsschutz- verlängerung im Jahr 2015 durchzu- führen und auf diese Weise die für die fachliche Leitung erforderlichen Quali- fikationen zu erwerben. Weiterhin wurden einige redaktionelle Änderungen sowie Klarstellungen, z. B. zur Wiederaufbereitung von Medizin- produkten, zu der Definition des Neu- betriebs und zu der Regelung zu öffent- lichen Toiletten in den Empfehlungen aufgenommen. Die Änderungen sind in dem als Anlage 3 beigefügten Kriterien- katalog enthalten. Die neuen Empfeh- lungen sind ab dem 1. Juli 2015 anzu- wenden und lösen die bisherigen Emp- fehlungen ab. Die Empfehlungen sind u. a. auch auf der Internetseite des MTD-Verlages (www.mtd.de) unter „Ge- sundheitssystem“, dann „Präqualifizie- rung“ abrufbar. ‹ Sanitätshaus-Marketing Mit Gesundheits-Magazin „Wie geht’s heute“ punkten Attraktiv, informativ, frisch – mit dem Ge- sundheits-Magazin „Wie geht’s heute“ (MTD-Verlag) zeigen sich Sanitätshäuser sowie Orthopädie- und Rehatechnik- Fachbetriebe ihren Kunden von der bes- ten Seite. Die aktuel- len Themen sind zu- gleich eine Visiten- karte für die hohe Leistungsvielfalt Ihres Unternehmens. Auch mehrere bundes- weit aktive Verbundgruppen nutzen „Wie geht’s heute“ und setzen das Ge- sundheits-Magazin gezielt und erfolg- reich als Marketing-Instrument ein. Die Herbstausgabe 2015 liegt ab Ende August 2015 druckfrisch für Ihre Kunden zum Mitnehmen bereit – sofern Sie Abonnent sind. Im Mittelpunkt der kommenden Herbstausgabe stehen folgende Themen: ■ Gesunde Beine: Sport-Kompressions- strümpfe ■ Wohlfühl-Programm: Entspannt sitzen & liegen ■ Apropos Rückenschmerzen: Der richtige Schuh hilft ■ Schwachstelle Gelenk: Hilfsmittel bei Arthrose ■ Pflege zu Hause: Barrierefrei wohnen „Wie geht’s heute“ – Ihr attraktives Mar- keting-Instrument zur Kundenansprache. Bestellungen für die Herbstausgabe 2015 sind noch bis 24. Juli 2015 möglich. Sie sind interessiert? Ihre Ansprechpartnerin: Ursula Keller, Tel. 0 75 20/9 58-26, E-Mail: keller@mtd.de 3/2015 Das aktuelle Gesundheits-Journal Für Sie abonniert Foto:Fotolia.com T Gelenkschmerzen Was bei Arthrose hilft T Pflege-Serie Barrierefrei wohnen T Gesunde Beine & Sport Kompressionsstrümpfe tragen T Wohlfühl-Faktor Entspannt sitzen & liegen i Ursula Keller, Tel. 07520/958-26,

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