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MTDialog Juli 2015

35 SANI-WELTSANI-INFO MTD 7/2015 DAK-Versicherte müssen Belieferung widersprechen Nachweisbare Fälle belegen, dass DAK- Versicherte per Paketdienst mit verschrie- benen Rollatoren versorgt werden. Es mutet schon fast ein wenig kurios an. Damit diese Praxis vertragskonform ist, muss einVersicherter einer persönlichen Belieferung aktiv widersprechen. Dass ein Versicherter dies prophylaktisch von sich aus macht, ist aber doch eher un- wahrscheinlich. Doch wie kann er dann per Paketdienst beliefert werden? Aber der Reihe nach … Bekanntlich hat die DAK-Gesundheit u. a. Rollatoren ausgeschrieben. Die Landesinnung Bayern für Orthopädie- Technik informierte die DAK-Gesund- heit unter Nennung konkreter Beispiele darüber, dass die Versicherten die Hilfs- mittel durch Paketdienste zugestellt be- kommen. Eine genaue Klärung der Vor- kommnisse konnte die DAK-Gesund- heit nach eigenen Angaben aber auf- grund der Versichertendaten nicht mehr vornehmen. Nun wollte die Innung in diesem Zu- sammenhang wissen, wie die Kasse beim Versand der Hilfsmittel derVerpflichtung nach individueller Anpassung und Pro- dukt-Einweisung nach § 33 SGBV ge- recht werden will. Die provokante Frage: „Haben Sie hierzu Dienstleistungsver- träge mit DHL geschlossen?“ Als Antwort verwies die DAK-Gesundheit auf eine Versicherten-Information. Darin heißt es wörtlich: „Sobald er (Anm. d. Red.: der Leistungserbringer/Ausschreibungs- gewinner) die ärztlicheVerordnung be- kommen hat, setzt sich der Anbieter mit Ihnen inVerbindung. Er berät Sie zum Produkt und stimmt mit Ihnen die Liefe- rung und Anpassung des Rollators ab.“ Weiter meinte die zuständige DAK- Mitarbeiterin gegenüber der Landesin- nung Bayern, dass der Versand von Rollatoren an Versicherte ausnahms- weise zulässig sei, wenn der Versicherte ausdrücklich auf eine persönliche Liefe- rung verzichtet. Weiter habe sich der Auftragnehmer davon zu überzeugen, dass der Versicherte bzw. eine Vertrau- ensperson auch in der Lage ist, das Hilfsmittel in Empfang sowie gefahrlos und eigenständig in Betrieb zu nehmen. Wünsche der Versicherte eine nachträg- liche persönliche Beratung/Anpassung vor Ort, habe der Auftragnehmer dies unverzüglich sicherzustellen. Aufgrund der zahlreichenVersicher- ten, die sich in den Sanitätshäusern vor Ort beschwerten, bezweifelt Innungsge- schäftsführer Michael Miller gegenüber MTDialog, dass dieVersicherten in den von der Landesinnung vorgelegten Fäl- len imVorfeld ausdrücklich auf eine per- sönliche Lieferung verzichtet hätten. ‹ Bayerische Innungen mit gemeinsamem Kongress Der Jahreskongress „Technische Ortho- pädie 2015“ fand in diesem Jahr erst- mals in Kooperation der beiden bayeri- schen Landesinnungen für Orthopädie- Schuhtechnik und Orthopädie-Technik statt. Der Erfolg spricht für die Koopera- tion. Über 500 Besucher, über 60 Aus- steller sowie exponierte Referenten aus Politik und der Fachwelt trugen zu einem erfolgreichen Verlauf des Kongresses bei. Deshalb entschlossen sich die Ver- anstalter zu einer weiteren Kooperation. Die Landesinnung Bayern für Ortho- pädie-Technik wird sich im zweijährigen Turnus – jeweils imWechsel mit dem OT-World-Kongress – am Jahreskongress Technische Orthopädie unter gemeinsa- mer Betrachtung derVersorgungsgebiete beider Gesundheitshandwerke aktiv be- teiligen. In den Jahren dazwischen wird der traditionelle Jahreskongress unter ideeller Trägerschaft der Landesinnung Bayern für Orthopädie-Technik weiter- hin und im bekannten Umfang durch die Landesinnung für Orthopädie-Schuh- technik selbst veranstaltet. ‹ Bodo Schrödel (r.), Landesinnungsmeister der Landesinnung für Orthopädie-Technik, und Magnus Fischer, Landesinnungsmeister der Landesinnung Bayern für Orthopädie-Schuh- technik, besiegeln die Kooperation. Knappschaft fusioniert Hilfsmittelzentren Die Knappschaft hat ihre Hilfsmittel- Fachzentren zusammengelegt. Statt fünf gibt es damit in Nordrhein-Westfalen noch zwei Fachzentren in Herne und Dinslaken. Zum Fachzentrum in Dins- laken gehört der Standort in Bergheim. Außerdem werden Kostenvoranschläge für Arm- und Beinprothesen für alle Regionen zentral bearbeitet bei: Knapp- schaft Bochum, Dezernat I.4.5, Knapp- schaftstr. 1, 44799 Bochum. Im Zuge der Aktion wurden die Fachzentren in Ober- hausen, Gelsenkirchen, Unna und Her- ten geschlossen. ‹ Rückläufer-Service für effiziente Korrekturen Die Apedi GmbH, ein Unternehmen der Opta-Data-Gruppe, bietet einen Rück- läuferservice an. Bei Rückläufern von den Kostenträgern stimmen sich die Apedi-Mitarbeiter im Auftrag des Sani- tätshauses mit den Kostenträgern ab, ermitteln fehlende Angaben, korrigie- ren mögliche Fehler und bereiten den Vorgang für die erneute Abrechnung auf – je nach Ausgestaltung des Kompe- tenzrahmens, den das Sanitätshaus der Fa. Apedi einräumt. Wichtig dabei ist, dass sich die Apedi-Mitarbeiter auf das jeweilige Softwaresystem des Kunden aufschalten können, um direkt dort z. B. die fehlende Genehmigung oder den korrekten Vertragspreis zu recher- chieren. Das Sanitätshaus Böge mit Sitz in Haan nutzt bereits seit einiger Zeit den Rückläuferservice. Geschäftsführer Torsten Neubauer zieht ein positives Resümee. Durch den Apedi-Service seien die Mitarbeiter flexibler und könnten sich auf die wichtigere tages- aktuelle Auftragsbearbeitung konzen- trieren. Das sei betriebswirtschaftlich sinnvoller, als sich mit Rückläufern aus- einanderzusetzen. Dank Apedi würden die Rückläufer dennoch zeitnah bear- beitet und Erlöse erzielt. ‹

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