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MTDialog Juli 2015

39 SANI-WELTSANI-INFO MTD 7/2015 Deutschland attraktiv Trotzdem wirken die Zukunftsaussich- ten des deutschen Gesundheitsmarktes auf Investoren einladend. Denn die vom Gesetzgeber gestelltenWeichen eröffnen neue Möglichkeiten für Zentralisations- prozesse und strukturelle Veränderung. Neue Strukturen ermöglichen Inves- toren und Quereinsteigern einen be- schleunigten und leichteren Marktzu- gang, wenn Erfahrungen und Altbe- währtes auf der einen Seite Investitions- und Veränderungsbereitschaft auf der anderen Seite gegenübergestellt werden. Gesetzesvorhaben eröffnen Chancen Konkrete Beispiele für Veränderungs- prozesse liefern die aktuell diskutierten Entwürfe für das GKV-VSGVersorgungs- stärkungsgesetz sowie Änderungen für das V. Sozialgesetzbuch SGB V, die zum 1. Januar 2016 in Kraft treten könnten: ■ Der Versicherte hat zukünftig einen unmittelbaren Rechtsanspruch auf ein geregeltes Entlassmanagement (§ 39 Abs. 1a SGB V-E / Entwurf/ Ergänzung) ■ Das GKV-VSG beteiligt Krankenhäu- ser stärker an der nachstationären Versorgung und ermöglicht diesen eigene Verordnungskompetenz (§ 39 Abs. 1 a SGB V-E). ■ Die Einrichtung von Terminservice- stellen zur Organisation der nachsta- tionären Versorgung durch Kliniken ist zugelassen (§ 75 Abs. 1 a SGB V-E). ■ Hat der Patient die Behandlung im Krankenhaus in Anspruch genommen, können künftig auch alle weiteren Termine hier wahrgenommen wer- den (§ 76 Abs. 1 a SGB V-E). ■ Die integrierte Versorgung (§ 140 a SGB V-E) wird gestärkt und lässt er- weiterte Möglichkeiten einer fach- übergreifenden interdisziplinären Versorgung zu. ■ Der G-BA stellt einen Innovations- topf mit jährlich 300 Mio. Euro zur Förderung innovativer sektorenüber- greifender Versorgungsformen als Anschubfinanzierung von 2016 bis 2019 zur Verfügung. ■ Das E-Health-Gesetz (Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendung im Gesundheitswesen) belohnt das Krankenhaus für jeden elektronischen Entlassbrief mit einer Vergütung und den Arzt mit 50 Cent für jeden geöffneten elektronischen Entlassbrief. Somit wird deutlich, dass zukünftige nachstationäre Behand- lungsprozesse versorgungsübergrei- fend erfolgen sollen und zugleich durch digitale Kommunikationswege gesteuert und beschleunigt werden. Cockpit-System der OTB OTB-Geschäftsführer Tiago da Silva hat durch das eigens entwickelte „Cockpit“- System ein Instrument der Unterneh- menssteuerungentwickelt,dasdieArbeits- welt des Sanitätshauses in der direkten Patientenversorgung nach der stationä- ren Behandlung erheblich beeinflussen kann. Die Idee des Cockpits mit sechs dominierenden Windows-Kacheln als Steuerungszentrale umfasst dabei: ■ Versorgung: Versorgungszentrale zur direkten Anlage eines Auftrags. Dabei werden Kassenverträge und sinnvolle Versorgungsalternativen direkt ange- zeigt. ■ Ware: Listung aller sofort verfügbaren Produkte/Hilfsmittel. ■ Kasse: Bargeldlose Zahlungsabwick- lung direkt getätigter Kaufentschei- dungen, egal, ob es sich um Zuzah- lung, freiwillige Aufzahlung oder Privatkauf handelt. ■ Kunde: Datenbank aller Kundendaten. ■ Medien: Bibliothek aller Kataloge und Produktinfos zur direkten Beratung. ■ Berichte: Sammlung direkt anwend- barer Anpassbögen/Aufmaß- bzw. Maßberichte für individuell angepasste bzw. maßgebundene Hilfsmittelver- sorgungen sowie zur Risiko- und zur Bedarfsermittlung, z. B. als Ernäh- rungsdokumentation, Dekubitus- Erhebungsbogen oder Wunddoku- mentation. MitdiesemCockpitverlagertsichdasFili- algeschäft und die Beratungstheke des Sanitätshauses als Verkaufsort (Point of Sale) unmittelbar auf die Cockpitebene. Hier sind alle Medien, Daten und tech- nischen Grundlagen zur Veranlassung der im Einzelfall erforderlichen Versor- gung. Über das Cockpit kann letztlich eine Reha-, Ortho- und Care-Versorgung direkt umgesetzt werden. So wie Amazon heute dem Einzelhan- del Kaufpotenziale entzieht, könnte be- reits morgen die Cockpit-Technik die Versorgungsentscheidung am Pflegebett verändern: Patienten können damit direkt zustimmen, wenn es um die Ver- anlassung weiterer/ergänzender Leis- tungen geht und auch direkt ein Okay für freiwilligeAufzahlung(höherwertigeLeis- tungen) geben. GHD und OTB? Bisher hat sich die GHD stets aus dem Versorgungsbereich Reha herausgehal- ten. Ab 2016 und im weiteren Verände- rungsprozess, den das GKV-VSG voran- treibt, ist eine Komplettversorgung inkl. Reha jedoch unerlässlich. Stellt man sich vor, dass künftig GHD beim Entlassma- nagement das fachliche (Reha-)Know- how und das technische (Cockpit-)Know- how zur Verfügung stehen könnte, wür- Elektromobile · Akkuprogramm · Schiebehilfen · Zubehör www.emg-elektromobile.com EMG Elektromobile GmbH & Co. KG Beerenstraße 5 – 33803 Steinhagen / Westf. Fon: 05204-87190-0 – Fax: 05204-87190-20 24 STUNDEN LOGISTIKSERVICE AB LAGER A GERMAN BRAND WITH IDENTITY Frank Zirkel (Meerbusch) begleitet seit über 20 Jahren sowohl in operativer Funktion als auch beratend Unter- nehmen, die als Hersteller, Fachhandel oder Leistungs- erbringer den Gedanken einer optimierten Angebots- und Leistungserstellung verfolgen.

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