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MTDialog Juli 2015

44 SANI-INFOSANI-WELT MTD 7/2015 Helfer „Julius“ für Kinder in der Narbentherapie „Julius taucht auf“ – unter diesem Titel startete Juzo eine neue Kampagne, die Kindern und Eltern durch die Zeit der Narbentherapie hilft und den Fachhan- delspartner mit einem Maßnahmenpa- ket einbindet und unterstützt. Julius ist ein kleiner Helfer, der junge Patienten während der Narbentherapie begleitet. Er macht Kindern Mut und bestärkt sie, konsequent ihre Kompressionskleidung zu tragen. Für eine bestmögliche Betreuung die- ser jungen Patienten hat Juzo ein um- fangreiches Programm aufgelegt: Neben einer einladenden Julius-Kinderecke in den Geschäftsräumen über Polo-Shirts für das Fachpersonal bis hin zu Werbe- mitteln, mit denen die Therapie- und Termintreue der Kunden gefördert und den Kindern eine Freude gemacht wer- den kann. Zudem bietet eine Website Unter- stützung für Eltern und Kinder: www.julius-taucht-auf.de. Infos über die Einzelheiten der Kampagne er- halten Fachhändler beim Juzo-Kun- denservice oder unter julius@juzo.de. Ottobock eröffnet Erfinder- Werkstatt in Berlin Die Firmen Ottobock und die auf die Entwicklung von Prototypen speziali- sierte Fab Lab Berlin haben am 27. Mai mit 250 Gästen aus Politik,Wirtschaft und Medien den„Open Innovation Space“ auf dem Areal der ehemaligen Bötzow- Brauerei eröffnet. Dabei handelt es sich um eine Werkstatt für Innovationen. Langfristig will Ottobock mehr als 4 Mio. Euro in die Einrichtung investieren, in der bis zu 65 Arbeitsplätze zurVerfügung stehen sollen. Als Initiator des Projekts fokussiert sich Ottobock im ersten Schritt u. a. auf Verfahren zur schnellen und neuartigen Fertigung von Prototypen. Zudem will das Unternehmen die digitale Zukunft vorantreiben und dieVernetzung mit Hochschulen und anderen wissenschaft- lichen Institutionen weiter ausbauen. So wird die Infrastruktur von Ottobock- Entwicklern gemeinsam mit Angehöri- gen akademischer Einrichtungen ge- nutzt. Unter anderem werden dort die TU Berlin und das Design Research Lab, eine Forschungseinrichtung der Univer- sität der Künste Berlin, präsent sein. Die Einrichtung bietet allen Interes- sierten Zugang zu 3-D-Druckern, Laser- cuttern, Platinen- und CNC-Fräsen, CAD-Software sowie Holzbearbeitungs- maschinen und anderen Werkzeugen. Privatpersonen sind ebenso wie Start- ups, andere Unternehmen und Institu- tionen dazu eingeladen, den Umgang mit digitalen Fabrikationsmaschinen zu erlernen und diese unter fachlicher An- leitung zu nutzen, um ihre Ideen umzu- setzen. 2010 hat Hans Georg Näder, geschäfts- führender Gesellschafter von Ottobock, das Areal der historischen Bötzow- Brauerei in Berlin erworben. Schritt für Schritt wird das Gelände nach Plänen von Star-Architekt David Chipperfield denkmalgerecht für eine Mischung aus kultureller und gewerblicher Nutzung erschlossen. ‹ Hunde-Rollstuhl aus dem 3-D-Drucker Die Hündin Luisa hat seit Geburt anstel- le vonVorderbeinen nur kurze Stummel. Deshalb kann sich das Tier nur robbend vorwärtsbewegen. Ein Team des 3-D- Druckerherstellers Multec in Riedhau- sen stellte sich der Herausforderung, dem Hund eine Laufhilfe in Form eines Rollstuhles mit gedruckten Passteilen zu konstruieren. Entwickelt wurde ein Fahrgestell mit gedruckter Brustschale, das den Anforderungen eines wachsen- den Hundes gerecht wird: anatomisch anpass- und verstellbar. Die anatomische Brustschale und tra- gende Bauteile stellten einen passenden Einsatzfall für die Herstellung mittels 3-D-Drucker dar: Kostengünstige Ferti- gung, leichte Bauweise, schnell und ein- fach zu drucken. Eine besondere Heraus- forderung war allerdings, das Fahrge- stell so anzufertigen, dass es dem Kör- perbau eines Welpen sowie eines er- wachsenen Hundes gerecht wird. Luisa sollte sich so früh wie möglich an ihre Ersatzbeine gewöhnen. Abhängig von LuisasWachstum kann der Rollstuhl mit neuen Druckteilen angepasst werden. Die entwickelte Gesamtkonstruktion stellt Multec übrigens als Open Source jedem zurVerfügung, der ebenfalls einem gehandicapten Hund helfen möchte. Der Bauplan, die Druckdateien und die Stücklisten können auf der Multec- Homepage (www.multec.de) herunter- geladen werden. ‹ i Bei der Eröffnung (v. l.): Ottobock-Chef Hans Georg Näder, Fab-Lab-Berlin-Geschäftsführer Wolf Jeschonnek und der Regierende Bürger- meister von Berlin, Michael Müller.

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