Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download

MTDialog Juli 2015

51 SANI-WELTSANI-KOLLEGEN MTD 7/2015 Vorsitzendem und Gesellschafter mit den größten Anteilen am Betrieb auch quasi eine tragfähige und verbindliche Entscheidung erwarteten. JüttnersToch- ter erinnert sich, dass ihrVater auf jeden Fall keine GmbH wollte. Es stellte sich für ihn die Frage, ob er sich selbstständig machen oder mit den Mitarbeitern wei- ter zusammenarbeiten will (in diesem Fall durch Rückkauf von deren Anteilen). Eine Mitgliederversammlung ebnet schließlich den Weg für die zweite Vari- ante: Die Anteile werden an Jüttner ver- kauft, Frank Jüttner ist der neue Inhaber und Geschäftsführer des ab 1. Januar 1991 nun als Jüttner Orthopädie KG fir- mierenden Unternehmens. Konsequenter Weg nach oben HistorischschonzuDDR-Zeitengewach- sene Versorgungssegmente sind Ortho- pädie-undOrthopädieschuhtechnik,Ver- sorgungen über Bandagisten/Näherin- nen, aber auch die Rehatechnik. Proku- ristKaufholderinnertandenbesonderen Umstand, dass die PGH Medizin-Tech- nische Orthopädie Mühlhausen die Ver- sorgung mit Elektro-Rollstühlen in Thüringensicherstellte,wennauchunter „abenteuerlichen“ Bedingungen. Über einen staatseigenen Betrieb werden sei- nerzeitElektrorollstühlederMarkeMeyra bezogen und dann von Ostberlin aus zentral zugeteilt. Die PGH Medizin- Technische Orthopädie Mühlhausen er- hält jeweils gewisse Kontingente zuge- teilt. Ein vier Mann starkes Team (Werk- statt und Außendienst) managt die Ver- sorgung in Thüringen. Unterm Strich wurden, wenn sich Kaufhold richtig er- innert, rund 700 Meyra-Elektrorollstühle ausgeliefert und gewartet. Mit den Jahren sind natürlich weite- re Versorgungsfelder dazugekommen. Kathrin Jüttner erwähnt Sanitätshaus, Homecare, Kinderreha, Sonderbau, aber auch spezielle Bereiche wie Brustversor- gung, Lymph- und Schlaganfallversor- gung. Einen besonderen Stellenwert ge- nießt heute auch das Thema Weiterbil- dung und Fortbildung. Kathrin Jüttner: „Wir suchen konsequent den interdiszi- plinären Austausch mit Therapeuten, Ärzten und Fachpublikum.“ Das schließt natürlich auch die Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen ein. Zusätzlich ist die Jüttner Orthopädie KG in diverse Netz- werkstruktureneingebunden.DieSchwer- punkte liegen hier auf Lymphologie, Wunde und Palliativmedizin. Überregionale Größe Der konsequenteWeg zumVollsortimen- ter und der damit verbundene wachsen- de Erfolg im Markt spiegeln sich über die Jahre auch in einem sukzessiven Ausbau des Stammhauses in Mühlhausen und einer wachsenden Zahl an Filialen wider. Bereits 1993 vereint ein umfangreicher Neubau in Mühlhausen die bis dato de- zentral organisierten Aktivitäten unter einem Dach. 2011 schließlich kommt ein Erweiterungsbau hinzu. Er bietet nun die nötigen zusätzlichen Räumlichkei- ten für Lager und Logistik, Werkstätten und Geschäftsleitung, aber auch das großzügig gestalteteWeiter- und Fortbil- dungszentrum. Die Zentrale in Mühl- hausen zählt aktuell rund 120 Mitarbei- ter, insgesamt beschäftigt die Jüttner Orthopädie KG ca. 250 Mitarbeiter. Die Jüttner Orthopädie KG ist im Markt derzeit mit insgesamt 22 Filialen präsent. Davon sind 19 inThüringen, zwei in Nie- dersachsen sowie seit Kurzem eine in Berlin angesiedelt. Hinzu kommt noch die Orthovital GmbH mit Sitz in Mark- kleeberg mit neun Filialen und aktuell 65 Mitarbeitern. Das ehemalige Traditionsunterneh- men in Leipzig war vor Jahren in finanzi- elle Schieflage geraten und auf Vermitt- lung des seinerzeitigen Geschäftsführers schließlichvonderJüttnerOrthopädieKG übernommenworden.DasUnternehmen hat Jüttner bewusst unter dem Tradi- tionsnamen fortbestehen lassen. Recht- lich ist es eigenständig, letztendlich aber als 100-prozentige Tochter der Jüttner Orthopädie KG zu sehen. Gesellschafte- rin der Orthovital GmbH ist Kathrin Jütt- ner, Geschäftsführer ihr Lebensgefährte Lars Jäger. Eine flächendeckende Versorgung ist somit in Thüringen und Sachsen sowie partiell in Sachsen-Anhalt, Südnieder- sachsen und Nordhessen sichergestellt, betont Frank Jüttner. Interessant ist dies natürlich auch wiederum für stationäre Einrichtungen. Entsprechend eng ist mittlerweile das Netz von mit der Jüttner OrthopädieKGkooperierendenKliniken. Dazu zählen Helios-Kliniken, die Robert- Koch-Krankenhaus Apolda GmbH, die Sophien-KlinikBadSulza,dasDRK-Kran- kenhaus Sömmerda, Median-Kliniken, KMG-Kliniken, Eichsfeld-Klinikum, Süd- harz-Krankenhaus Nordhausen GmbH, RHM-Kliniken und Pflegeheime sowie das Universitätsklinikum Jena. Wachsen mit Augenmaß Frank Jüttner und seine Tochter beto- nen, dass man „nie im Markt aktiv ge- wildert hat“, was die wachsende Zahl der Filialen angeht. In der Regel seien insol- Das Unternehmen präsentiert sich offensiv und attraktiv in der Region, u. a. auf der Thüringer Gesundheitsmesse.

Seitenübersicht