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MTDialog Juli 2015

53 SANI-WELTSANI-KOLLEGEN MTD 7/2015 Wohlleben betont, dass ein einheitliches Schaufenster- und Ladenbaukonzept zu- grunde liegt, auf dessen Grundlage nach und nach alle Jüttner-Filialen gestaltet werden sollen:„Im Fokus steht dabei im- mer die Marke Jüttner.“ Diese Philoso- phie spiegelt sich auch in der Teilnahme an regionalen Messen wie jüngst der Thüringer Gesundheitsmesse wider. Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt Aktuell drehen vier Personen beim Reha- Vital-Mitglied Jüttner Orthopädie KG an den entscheidenden Stellschrauben für dieunternehmerischeWeiterentwicklung. Firmen- und Seniorchef Frank Jüttner, der zugleich Komplementär des Unter- nehmens ist, nimmt sich derzeit bewusst mehrundmehrausdemaktuellenTages- geschäft heraus. Er konzentriert sich ver- stärktaufdieUmsetzungspeziellerUnter- nehmensprojekte. Das eigentliche Tagesgeschäft verant- worten mittlerweile als Prokuristin seine Tochter Kathrin, die eine OT-Ausbildung sowie ein BWL-Studium absolviert hat und 2007 richtig ins Unternehmen ein- gestiegen ist, und der langjährige Proku- rist Stephan Kaufhold, der seit 1984 im Betrieb ist. „Er ist die rechte und linke HandmeinesVaters.ErhatdasUnterneh- men auch während all der Jahre sicher und souverän geführt, als mein Vater als BIV-Präsident sehr stark in die Innungs- arbeit eingebunden war“, betont Kathrin Jüttner. Ihr Lebensgefährte Lars Jäger leitet die Bereiche Orthopädie- und Orthopädieschuhtechnik und ist Ge- schäftsführer der Orthovital GmbH in Markkleeberg. Dass die unternehmeri- sche Richtung grundsätzlich stimmt, daran lässt Frank Jüttner keine Zweifel, indem er von „stabilen Umsatzzuwäch- sen über die Jahre“ berichtet. Markt in Bewegung Das Thema Ausschreibungen treibt die Hilfsmittelbranche derzeit mächtig um – natürlich auch im Hause Jüttner. Sowohl Frank als auch Kathrin Jüttner machen auf Nachfrage deutlich, was sie davon halten. Auf einen kurzen Nenner gebracht: nichts. Als langjähriger BIV- Präsident kennt Frank Jüttner natürlich die damit verbundenen Diskussionen zur Genüge. Seine Meinung dazu: „Von der unternehmerischen Größe her könn- ten wir sicher an der einen oder anderen Ausschreibung teilnehmen. Aber wir tun das nicht.“ Seine Tochter liefert auch stichhaltige Argumente für diesen Kurs. „Man muss sich doch fragen, wohin das führt. Wir stehen für Versorgungsquali- tät. Am Ende würden wir uns doch unse- ren Namen und Ruf durch Ausschrei- bungen nur zunichtemachen.“ Seniorchef Frank Jüttner schlägt in die gleiche Kerbe:„Ich stelle mir doch gleich die Frage:Will ich das nicht gerade leicht verdiente Geld wieder in Leistungen stecken, die nicht mehr ausreichend be- zahlt werden?“ Ausschreibungen, die das Ziel haben, keine marktgerechten Preise abzubilden, führen aus seiner Sicht un- weigerlich zu einer Querfinanzierung im Unternehmen. Mit folgenschwerer Kon- sequenz, mahnt er: „Nehmen die Aus- schreibungen zu, belastet das mehr und mehr das Unternehmen.“ DieaktuellgelaufeneRollstuhlpetition, aber auch die Aktionen der Interessenge- meinschaftHilfsmittelversorgung(IGHV) sehen beide positiv. Fakt ist aus Sicht von Kathrin Jüttner aber auch, dass es an einer grundsätzlichen Branchensolida- rität nach wie vor hapert. wds Wartebereich der Filiale in Erfurt. Man soll sich bei Jüttner wohlfühlen. Die Zentrale der Jüttner Orthopädie KG in Mühlhausen (l.) sowie der Orthovital GmbH in Markkleeberg.

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