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MTDialog Juli 2015

61 SPECIAL MTD 7/2015 RESPIRATORY CARE Lässt sich der Homecare-Provider auf die Vorgehensweise der Krankenkasse ein, ohne ärztliche Anordnung umzu- versorgen, kann ihn eine umfangreiche Haftung treffen, sollte es zum Tod oder zur Gesundheitsverletzung des Patien- ten kommen. Um sich abzusichern und eine erhebliche Gefährdung des Patien- ten abzuwenden, gehen daher viele Homecare-Firmen dazu über, dem Pati- enten dazu zu raten, sich vom behan- delnden Arzt untersuchen zu lassen und mit ihm die geplante Therapieumstel- lung zu besprechen. Wo bleibt die Rechtssicherheit? So verständlich der Wunsch der Kran- kenkassen nach wirtschaftlichem Um- gang mit Versichertengeldern sein mag, auch die Sozialgerichte sehen es nicht als rechtmäßig an, den versicherten Patien- ten an seine Wohnung zu binden. Dabei geht es in der Regel nur um das Recht zur Teilhabe und nicht um die Gesundheits- gefährdung für den Patienten. Homecare-Provider werden durch das Verhalten der Krankenkassenmitarbeiter in einen rechtsunsicheren Raum ge- drängt. Folgen sie nicht der Anordnung der Kasse, verlieren sie den Versicherten als Kunden, versorgen sie ohne ärztliche Konsultation um, sind sie mit der Haf- tungfürPatientengefährdungenbelastet. Die Krankenkasse wird – wenn über- haupt – zuletzt belangt. Die Leistungser- bringer verbleiben in der Rechtsunsi- cherheit, der Patient ist seiner Rechte beraubt. Dies kann und darf nicht im Sinne des Gesetzgebers sein. Zur Umversorgungsthematik in der Sauerstofflangzeittherapie hat Spec- taris ein Positionspapier verfasst, das unter www.mtd.de / Exklusiv abgeru- fen werden kann. Ebenso abrufbar sind Empfehlungen zur Aufbereitung von Hilfsmitteln der respiratorischen Heimtherapie. Leitlinien für Versorgung mit Flüssigsauerstoff Die Spectaris-Arbeitsgruppe „GDP Flüs- sigsauerstoff-Homecare“ im Fachver- band Medizintechnik hat die Leitlinien für die Versorgung mit dem Arzneimittel Flüssigsauerstoff überarbeitet. Die Leit- linien stellen eine Interpretationshilfe für die Anwendung von Flüssigsauer- stoff bei der Belieferung von Kranken- häusern dar, in denen die Patienten auf die Therapie im häuslichen Bereich ein- gestellt und trainiert werden. Außerdem bieten sie eine Hilfestellung bei der Ver- sorgung von Patienten mit Flüssigsauer- stoff in der häuslichen Umgebung. Auch für die Festlegung der sachlichen und organisatorischen Voraussetzungen für einen sicheren Umgang mit dem tief- kalten Flüssigsauerstoff werden die Leit- linien eine Unterstützung darstellen. Erstellt wurden sie für alle an derVer- sorgung und der Überwachung derVer- sorgung Beteiligten. Angesprochen wer- den also Hersteller sowie Großhändler, die Krankenhäuser zum Zwecke der The- rapieeinstellung beliefern. Zudem sind Exklusiv: Zusatzinfos für Abonnenten Leitlinie Flüssigsauerstoff www.mtd.de/exklusiv Exklusiv: Zusatzinfos für Abonnenten – Positionspapier – Empfehlungen www.mtd.de/exklusiv sie gedacht für Einzelhändler, die den Patienten zu Hause mit Flüssigsauerstoff versorgen und auch für die zuständigen Behörden, die für die Überwachung der arzneimittelrechtlichen, der medizin- produkterechtlichen und der gefahrgut- rechtlichenVorschriften zuständig sind. Die Leitlinien stellen eine Fortschrei- bung der 2008 vom Industrieverband Spectaris erarbeiteten Interpretations- hilfe dar und sollen auch künftig an die neuesten Entwicklungen und Anforde- rungen im sicheren Umgang mit Flüs- sigsauerstoff angepasst werden. Über die Bildmarke können Sie als MTD-Abonnent per QR-Code auf den exklusiven Internetbereich des MTD- Verlages zugreifen und die Leitlinien abrufen. Alternativ gehen Sie unter www.mtd.de auf die Rubrik „Exklusiv“. i 0211/83 68 06 3-0 Stiftung Alzheimer Initiative gGmbH www.alzheimer-forschung.de/stiftung ZU04 großeWirkung Sie wollen Großes bewirken? Dann investieren Sie in eine Zukunft ohne Alzheimer und werden Sie Zustifter. Rufen Sie uns an unter: i 0211/8368063-0

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