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MTDialog Juli 2015

bung gestartet. Bei unserem Gespräch kein Sterbenswort da- rüber, ob dabei auch ans Patientenwohl gedacht worden sei. Die Bieter sicherten hohe Qualität zu – doch wurde diese von der GWQ jemals kontrolliert? Probleme bei Umversorgungen DerBundesverbandSchlafapnoeundSchlafstörungenDeutsch- land hat die umversorgten Patienten der GWQ-Ausschreibung befragt, wie der Prozess denn gelaufen sei. Die Umversorgung durch die Losgewinner war – so das Resümee unserer Fragebo- genaktion – katastrophal. Patienten mussten lange auf das neue Gerät warten. Manchmal wurde es auch per Post angeliefert. Die Geräteeinweisung entfiel oder war ungenügend. Dieselbe Gerätemarke wie vorher erhielten nur die wenigsten, weil die- se Marken sich nicht im Portfolio der Losgewinner befanden. Mit den Masken ging es ebenso. Die GWQ berührte diese Pati- entenkritik wenig. Es habe sich nur um verschwindend gerin- ge Zahlen unzufriedener Patienten gehandelt. Will sagen: Die meisten haben dieses Ungemach schweigend hingenommen. Mögliche Lösungswege Die Sparwut der Kassen zwingt zu neuen Versorgungsmodel- len. Steigen werden die Preise so schnell nicht mehr. Die vor- dergründigste Lösung heißt Zuzahlung.Will ein Patient ein be- stimmtes Atemtherapiegerät, das sein Provider nicht im Port- folio hat, so bekommt er das gegen einen Aufpreis. Am Ende be- zahlt die Kasse Gerät und Zubehör womöglich überhaupt nicht mehr, und es läuft wie bei den Brillen. Die Firma ResMed ist seit ein paar Jahren einen anderenWeg gegangen: Sie hat ein paar tausend Patienten rekrutiert, die be- reit waren, ihre Geräte jeden Morgen automatisch auslesen zu lassen und die Daten zur Analyse an ein Zentrum zu mailen. Diese Methode garantiert, dass jeder Patient betreut wird. Tag- täglich werden seine Daten geprüft.Werden Unregelmäßigkei- ten entdeckt (beispielsweise Leckagen oder eine geringe Nut- zungsdauer), so greift der Provider zum Telefon und versucht das Problem zu klären und abzustellen. Bei den meisten Patienten ist das nicht notwendig. Doch alle werden kontrolliert und Problemfälle proaktiv angegangen. Auch der Schlafmediziner ist involviert: Er erhält die Daten sei- nes Patienten und kann seinen Patienten begleiten und notfalls sofort eingreifen. Dieses System ermöglicht eine lückenlose und wirtschaftliche Therapiebegleitung. „Ausdrücklich begrüße ich die Initiative von ResMed“, so Prof. Teschler,„wo man sagt, nicht das Unternehmen, sondern ein Servicezentrum stellt dem behandelnden Arzt die Fülle der Daten zurVerfügung. Der behandelnde Arzt entscheidet dann, was er damit macht. Es gibt auch die Möglichkeit, dass der Arzt darüber informiert wird, wenn aus der Sicht eines vorgegebe- nen Rasters Handlungsbedarf besteht. Und es besteht die Mög- lichkeit, dass der Patient selbst mehr Informationen erhält. Ich bin ein großer Verfechter dieser digitalen Medizin. Ich glaube, das ist die Zukunft.“ Dieser Service ist natürlich nicht umsonst zu haben, doch vorläufig zeigen sich die Kassen zurückhaltend: Sie wollen erst zahlen, wenn nachgewiesen ist, dass die Telemedizin sparen hilft und den Patienten nützt. Um solche intelligenten Ent- wicklungen zu forcieren, hat es vielleicht auch den Exzess der Ausschreibung gebraucht. ‹ 3.850,00 € * * Preise zzgl. MwSt. AMT A M T A AMT AP 5.880,00 € * ab 1.270,00 € * 3.995,00 € * 58,78 € * 289,95 € * jetzt mit HMV-Nr.! 500,00 € * Alle Therapie-Geräte dieser Anzeige sind verordnungsfähig!

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