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MTDialog Juli 2015

SPECIAL MTD 7/201574 RESPIRATORY CARE Die Zahl der außerklinisch beatmeten Patienten ist in den letzten zwei Deka- den äußerst rasch angestiegen, und sie steigt weiter. Experten gehen von 15.000 bis 20.000 und mehr außerkli- nisch Beatmeten in Deutschland aus. Der Beitrag gibt einen Überblick über Marktentwicklungen, Krankheitsbilder und technische Grundlagen der außer- klinischen Beatmung. D er medizinische Fortschritt ermög- licht immer geringere Mortalitäts- raten und bessere Prognosen auch bei komplexen intensivmedizinischen Be- handlungen.Viele dieser Intensivpatien- ten benötigen nach dem Krankenhaus- aufenthalt eine Langzeitbeatmung.Wäh- rend früher noch vor allem Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen und Thorax-Restriktionen außerklinisch be- atmet wurden, sind das heute zuneh- mend ältere und polymorbide Patienten mit chronisch obstruktiver Lungener- krankung (COPD) oder Obesitas-Hypo- ventilations-Syndrom (Obesity Hypo- ventilation Syndrome, OHS). Da auch die Verbreitung von COPD-Erkrankungen und von Adipositas in Europa steigt, ist von einer erheblichen Zunahme an Langzeit-Beatmungsfällen auszugehen. Diese Entwicklungen führen dazu, dass für den Markt für Beatmungsgeräte in Deutschland und Europa weiterhin ein starkes Wachstum prognostiziert wird. Nach einer aktuellen Studie soll der europäische Markt für Beatmungs- und Anästhesiegeräte (der über die Hälf- te des weltweiten Marktvolumens um- fasst und in dem Deutschland eine Spit- zenposition einnimmt) bis 2018 um jährlich 9 Prozent auf geschätzte 5 Milli- arden Dollar zunehmen. Der weltweite Markt allein für Überdruck-Beatmungs- geräte (Positive Airway Pressure, PAP) soll bis 2018 sogar um jährlich 17 Pro- zent auf 10,4 Milliarden Dollar wachsen (MicroMarketMonitor 2015). Therapie der ventilatorischen Insuffizienz Chronische ventilatorische Insuffizien- zen werden zusätzlich zur Therapie der jeweiligenGrunderkrankungdurchunter- stützende künstliche Beatmung behan- delt. Bei entsprechender Indikation kön- nen Patienten nach der intensivmedizi- nischen Behandlung auf eine außerklini- sche Beatmung eingestellt werden. Die- se geschieht, organisiert und überwacht durcheinBeatmungszentrum,unterspe- zieller Betreuung in Pflegeeinrichtun- gen, Wohngruppen oder zu Hause, und zwar im Regelfall intermittierend (mit Unterbrechungen) mit nächtlicher Beat- mung und Spontanatmung am Tag. Die weitaus größte Zahl der außerklinischen Beatmungen erfolgt nichtinvasiv mittels Nasen- oder Gesichtsmaske. Etwas mehr als 10 Prozent der Patienten werden in- vasiv über eine Luftröhrenöffnung (Tra- cheostoma) beatmet. Die Beatmung (nach Bedarf mit Sauer- stoffbeimischung) soll die Atemmusku- latur entlasten, die Symptome der Er- krankung lindern, die Lebensqualität der Außerklinische Beatmung bei chronischer ventilatorischer Insuffizienz von Antje Männich, Fa. Philips Respironics/Field Marketing Manager Home Respiratory Care DACH Trilogy100 als Beispiel für die nichtinvasive als auch invasive Beatmungsunterstützung für Kinder (> 5 kg) und Erwachsene.

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