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MTDialog Juli 2015

SPECIAL MTD 7/201576 RESPIRATORY CARE DieEntscheidung,welchesBeatmungs- gerät einzusetzen ist, fällt allein der Arzt bzw. das Beatmungszentrum – auf Basis der Erkrankung und der jeweils indizier- ten Beatmungsmodi und -parameter, aber immer auch mit Blick auf die Com- pliance des Patienten. Das Beatmungs- gerät ist so zu wählen, dass auch tem- poräre oder dauerhafte Verschlechte- rungen der ventilatorischen Funktion ausreichend behandelt werden können. Für Einrichtungen und Geräte-Provider ist es von Vorteil, wenn ein Beatmungs- gerät möglichst flexibel eingesetzt wer- den kann – für die Behandlung verschie- dener Erkrankungen, aber auch bei er- forderlichen Therapieumstellungen wie beiOHSvonCPAPaufNIV.Geräteherstel- ler sind gut beraten, vielseitige Geräte mit verschiedenen Beatmungsmodi (Druck- kontrolle, Volumensicherung, hybrid), anpassbarer Leistung und verschiede- nenAtemwegszugängen(invasiv,nichtin- vasiv, Mundstückbeatmung) anzubieten. Therapieakzeptanz entscheidet Aber auch patienten- und anwenderbe- zogene Aspekte sind von großer Bedeu- tung, denn sie bestimmen die Akzeptanz der Behandlung. Jede Beatmungsthera- pie bedeutet einen schwerwiegenden Eingriff in das Leben des Patienten und seine Selbstbestimmung, und das ver- wendete Gerät hat einen erheblichen EinflussaufdasAusmaßderBeeinträchti- gungen. Größe, Gewicht und Mobilitätsfunk- tionen (Akku, Rollstuhlbefestigung) tra- gen ebenso zu einer hohen Akzeptanz bei wie eine möglichst geringe Geräusch- entwicklung – schließlich findet die Be- atmung zu großen Teilen während des Nachtschlafsstatt.Beatmungsgerätemüs- sen leicht und konsistent zu bedienen und mit einer übersichtlichen Anzeige von Parametern und Werten ausgestat- tet sein. Eine kontrollierte Atemlufter- wärmung und -befeuchtung reduziert Nebenwirkungen wie das Austrocknen der Schleimhäute (bei invasiver Beat- mung ist eine Befeuchtung zwingend er- forderlich). Flexible Druckeinstellungen oder eine automatische Druckanpas- sung wie in den AVAPS-Modi verhindert Probleme bei Patienten mit Druckinto- leranzen oder bei abweichender Atem- wegsmorphologie. All diese Aspekte er- höhen die Lebensqualität des Patienten und tragen zu einer höheren Akzeptanz und Compliance bei – denn diese ist letztlich entscheidend für den Behand- lungserfolg. ‹ Zur Autorin Antje Männich ist bei der Philips GmbH Respironics Field Marketing Manager Home Respiratory Care DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz). Sie ist zuständig für die Einführung und Betreuung der Produkte in den Bereichen außerklinische Beatmung, Sauerstoff- und Aerosoltherapie. Dabei steht sie in engem Austausch mit Fachhändlern, Medizinern und Außendienst-Mitar- beitern. Beatmungsmodi Die Kontrolle der Beatmung kann über vorgegebene Drücke wie bei CPAP und BiPAP, aber auch über das gewünschte Atemvolumen erfolgen. Manchmal kann auch ein Wechsel des Modus während der Behandlung erforderlich sein. Hybri- de (kombinierte) Beatmungsmodi sind ebenfallsverfügbar.SosteuertderAVAPS- Modus der Beatmungsgeräte von Philips RespironicsdieDruckunterstützungbeim Einatmen automatisch entsprechend der Atmungsaktivität, um ein angemes- senes durchschnittliches Atemzugvolu- men zu gewährleisten. Die Weiterent- wicklung AVAPS-AE (bei BiPAP A40 und Trilogy) passt zusätzlich auch den exspi- ratorischen Druck an den Widerstand der oberen Atemwege an, der sich in Ab- hängigkeit von Körperposition, Schlaf- stadienoderAtemmechanikändernkann. Insbesondere bei Patienten mit OHS zeigte der Einsatz einer Beatmung mit Druckkontrolle und Zielvolumensiche- rung eine Verbesserung der nächtlichen Ventilation – das ist bedeutsam, weil ca. 90 Prozent aller OHS-Patienten (und bis zu 40 Prozent der COPD-Patienten) auch eine OSA aufweisen. Verbesserte Technik Ein wichtiger Faktor für die wachsende Verbreitung der außerklinischen Beat- mung ist die ständige Verbesserung der Beatmungstechnik. Noch Anfang der 1990er-Jahre wogen die modernsten Heimbeatmungsgeräte ca. 12 kg. Heute sind sie auf bis zu 2 bis 5 kg Gewicht ge- schrumpft und bieten erheblich mehr Funktionen, Mobilität und Komfort für Patienten und Betreuer. Erholsamer Schlaf auch mobil. Die Geräte BiPAP A40 Silver Series gibt es auch mit Batteriemodul.

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