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MTDialog Juli 2015

97 MARKTPARTNER MTD 7/2015 KRANKENHAUS Externe Dienstleister in Hamburger Kliniken Hamburger Kliniken beauftragen im Schnitt über 50 externe Dienstleister. Dazu gehören insbesondere Gebäude- reinigung, Wäschedienst, Kantinen/ Catering, Wartung und Instandsetzung. Das belegt eine Umfrage, die die Han- delskammer Hamburg gemeinsam mit der Gesundheitswirtschaft Hamburg GmbH und der Hamburgischen Kran- kenhausgesellschaft durchgeführt hat. Neue Segmente, beispielsweise in der Medizintechnik, haben demnach die Chance, sich auf dem Markt zu platzie- ren. Fast 80 Prozent der Befragten bezie- hen ihre Dienstleistungen aus Hamburg oder der Metropolregion. An der Umfrage aus dem Frühjahr 2014 beteiligten sich 21 von 55 Hamburger Krankenhäusern. Befragt wurden 39 kleine und je 8 mittle- re und große Kliniken, gemessen an der Bettenzahl. Von den 21 antwortenden Kliniken nutzen 13 externe Dienstleister für Instandsetzung/Wartung, 12 Hygie- nedienstleister, 11 Anbieter für Lager, Logistik, Materialwirtschaft und 3 für Desinfektion und Sterilisation. Laut der Umfrage wird die Outsour- cing-Tendenz der letzten Jahre nicht an- halten, die Auslagerungs-Prozesse seien weitgehend abgeschlossen. Die Nutzung externer Dienstleister bleibe konstant, während der Markt für neue externe Dienstleister jedoch schrumpfe. Durch- schnittlich mehr als 20 Prozent des Ge- samtumsatzes der an der Umfrage betei- ligten Kliniken machen externe Dienst- leistungen aus. Gründe für den Zukauf externer Dienstleistungen sind die Kon- zentration auf Kernkompetenzen und Wirtschaftlichkeit. Bei der Auswahl ent- scheiden vor allem die Kriterien Preis und Qualität. ‹ Exklusiv: Zusatzinfos für Abonnenten Hamburger Klinik-Umfrage www.mtd.de/exklusiv Krankenhaus-Daten kompakt Der Krankenhaus-Report 2015 veröf- fentlichte statistische Zahlen zu den deutschen Krankenhäusern und den Medizinprodukten. MTDialog fasst die wichtigsten zusammen. Dabei werden Entwicklungstrends deutlich. In Deutschland gab es 2012 nach einer Darstellung des Krankenhaus-Reports 2015 (Schattauer-Verlag) 2.017 Kranken- häuser. Davon sind 1.692 allgemeine und 264 sonstige Krankenhäuser, wie z. B. psychiatrische Einrichtungen. Zwischen 2002 und 2012 nahm die Zahl der Häuser insgesamt um 204 (–9,2 %) ab. Die öffent- lichen Häuser nahmen um 26,4 und die freigemeinnützigen Häuser um 18 Pro- zent ab. Die Zahl der privaten Einrich- tungen stieg jedoch um 170 (+32,3 %). Bei 719 Einrichtungen handelte es sich 2012 um freigemeinnützige, bei 601 um öffentliche und bei 697 um private Kran- kenhäuser. 47,9 Prozent der 501.475 Betten stan- den in einem öffentlichen, 34,2 Prozent in einem freigemeinnützigen, 17,9 Pro- zent in einem privaten Haus. 30,8 Prozent der allgemeinen Krankenhäuser hatten weniger als 100 Betten, 14,7 Prozent mehr als 500 Betten.Vollstationär versorgt wur- den in den allgemeinen Krankenhäusern 18,6 Mio. Patienten (+1,5 % gegenüber 2011) bei einer durchschnittlichenVer- weildauer von 7,1Tagen. Ende 2012 wurden in den deutschen Krankenhäusern 11.305 medizintechni- sche Großgeräte gezählt. Davon waren (in Klammern die Veränderungen zum Vorjahr): ■ 1.463 Computertomografen (+0,5 %) ■ 5.404 Dialysegeräte (+3,5 %) ■ 804 digitale Subtraktions-Angiografie- Geräte (+1,9 %) ■ 542 Gamma-Kameras (–5,2 %) ■ 447 Herz-Lungen-Maschinen (+3,5 %) ■ 891 Kernspin-Tomografen (+3,8 %) ■ 893 koronarangiografische Arbeits- plätze (+5,7 %) ■ 383 Linearbeschleuniger/Kreisbe- schleuniger (+0,3 %) ■ 125 Positronen-Emissions-Compu- ter-Tomografen (+5 %) ■ 333 Stoßwellenlithotripter (+3,7 %) ■ 20 Tele-Kobalt-Therapiegeräte (–4,8 %) Teil- und vollzeitbeschäftigt waren gut 1,1 Mio. Menschen (+1,6 % gegenüber 2011). Bei 159.800 (+3,6 %) handelte es sich um Ärzte und bei 986.800 um nichtärztliches Personal (+1,3 %). Die Zahl der durchgeführten Opera- tionen nahm zwischen 2005 und 2011 um 26,7 Prozent auf 15,37 Mio. zu. Hin- zu kamen 2012 1,87 Mio. ambulante Operationen, die von 60,6 Prozent aller Krankenhäuser angeboten werden. Im Vergleich zu 2002 hat sich diese Zahl verdreifacht, wobei der Anstieg in den letzten Jahren klein war, was auf eine Marksättigung hinweist. Die Kosten der Krankenhäuser lagen bei insgesamt 85,1 Mrd. Euro, was durch- schnittlichen Behandlungskosten pro Fall in Höhe von 4.000 Euro entspricht. 51,86 Mrd. Euro entfielen auf Personal- und 32,56 Mrd. Euro auf Sachkosten.Von den Sachkosten entfielen 16 Mrd. Euro auf den medizinischen Bedarf, davon 3,43 Mrd. Euro auf Arzneimittel, 872 Mio. auf Blut, Blutkonserven und -plasma, 290 Mio. aufVerband-, Heil-, Hilfsmittel, 1,87 Mrd. auf ärztliches und pflegerisches Verbrauchsmaterial und Instrumente, 1,82 Mrd. auf Narkose- und sonstigen OP-Bedarf und 1,04 Mrd. Euro auf Labor- bedarf. ‹ Paracelsus-Kliniken: Gewinn fast verdoppelt Die Paracelsus-Kliniken Deutschland haben 2014 den Gewinn im Vergleich zum Vorjahr von 2,3 Mio. auf 4,5 Mio. Euro nahezu verdoppelt. Der Umsatz stieg auf 358,2 Mio. (+3,3 %). Davon ent- fielen 18 Prozent auf Reha-Kliniken und 82 Prozent auf Akut-Kliniken (inkl. MVZ). Zur Gruppe zählen insgesamt 36 Einrich- tungen – davon 16 im Akut-, 11 im Reha- und 9 im ambulanten Sektor. Von den 3.680 Betten sind 1.971 in Akut- und 1.709 in Reha-Einrichtungen. Die ca. 5.250 Mitarbeiter betreuen mehr als 98.000 Patienten (78.000 Akut, 20.000 Reha). Bei einem Ebitda von 25,8 Mio. (+26 %) ist die Marge von 5,9 auf 7,2 Prozent gestiegen. Paracelsus ist ein Familienunternehmen und zählt zu den großen Krankenhausträgern in Deutschland. ‹ zu kamen 20121,87 Mio. ambulante

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